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Projekt des Bfw Köln in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule
Förderung arbeitsbezogener Bewältigungsmuster zur Verbesserung des Integrationserfolgs bei Rehabilitanden sowie die Stärkung der Gesundheit; dies sind die Leitmotive eines Projektes, das in Kooperation zwischen den Berufsförderungswerken Köln und Hamburg sowie dem Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation (iqpr) an der Deutschen Sporthochschule durchgeführt wird.
In dieser wissenschaftlichen Studie werden unterschiedliche Bewältigungsmuster des beruflichen Alltags gemessen und durch gezielte Interventionen verbessert.
Im Berufsförderungswerk Köln werden durch Projektteams die Interventionen mit Teilnehmern durchgeführt sowie Daten erhoben.
Ausgangspunkt des Projektes sind Studienergebnisse des iqpr, nach denen ein Zusammenhang zwischen arbeitsbezogenen Bewältigungsmustern und Integrationserfolg nach beruflicher Rehabilitation gezeigt werden konnte. Gemessen mit dem Instrument AVEM (Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster) wurden bei den vier Mustern, die mit einem unterschiedlichem Gesundheitsrisiko einhergehen, verschiedene Vermittlungsquoten gefunden.
Wesentliche Ziele des Projektes sind die Erkennung individueller Gesundheits- und Vermittlungspotenziale und die darauf abgestimmte optimale Förderung im Rahmen von Interventionen, die zukünftig in die Qualifizierung integriert werden können.
Es handelt sich bei dem Projekt um eine Längsschnittstudie mit vier Erhebungszeitpunkten. Diese sind zu Beginn der Rehabilitation, am Ende des ersten und des zweiten Qualifizierungsjahres sowie nach Abschluss der Rehabilitation. Eine Kontrollgruppe ermöglicht den Vergleich von Veränderungen im Bewältigungsverhalten und der Häufigkeit erfolgreich integrierter Personen.
Bisher haben sich über 750 Teilnehmer der beiden Berufsförderungswerke an den Befragungen beteiligt. Bereits jetzt ist deutlich, dass ungünstige Gesundheits- und Bewältigungsmuster im Vergleich zur berufstätigen Allgemeinbevölkerung überzufällig häufig vorhanden sind. Diese Tatsache unterstreicht die Relevanz des Projektansatzes für die Berufsförderungswerke. Erste Ergebnisse zum Effekt der Interventionen sind Anfang 2011 zu erwarten. Das Projekt läuft noch bis Mitte 2013. Im Anschluss wird den Berufsförderungswerken ein Manual zur Durchführung der Interventionen zur Verfügung gestellt.
„machWerk", das Zentrum für Selbstständigkeit, auf dem Gründertag der IHK
Unter dem Dach „machWerk“ bündeln das Berufsförderungswerk Köln und Pro | Arbeit Michaelshoven alle Aktivitäten zum Thema Existenzgründung und Selbstständigkeit. Neben den (angehenden) Klein-Unternehmern sind ARGEN/Jobcenter, die Agentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung, Berufsgenossenschaften, IHK oder Handwerkskammer wichtige Partner in diesem Bereich.
Um die verschiedenen Angebote bekannter zu machen, waren wir auf dem am diesjährigen „Gründer- und Nachfolgetag“ der IHK zu Köln am 2. Juli 2010 vertreten.
Hier erfahren Sie mehr über „machWerk“.
Abriss des Internats 2 beginnt
In den letzten Jahren ist die Anzahl der Teilnehmer an Maßnahmen zur Beruflichen Rehabilitation mit Internatsunterbringung ständig gesunken. Nachdem das Internat 1 renoviert bzw. umgebaut wurde, wird das Internat 2 mit ursprünglich 154 Zimmern daher nun abgerissen. Bereits in den vergangenen Wochen wurde das Gebäude entkernt, demnächst beginnen die Abrissarbeiten durch einen sogenannten „Knabberbagger“, der die Mauern Stockwerk für Stockwerk abträgt.
Das Bfw verfügt damit aktuell über 349 Zimmer in drei Internatsgebäuden zuzüglich etwa 40 Plätzen in Wohngemeinschafts-Projekten. Circa 30 Prozent unserer Teilnehmer sind von ihrem Kostenträger im Berufsförderungswerk Köln untergebracht. Neben der attraktiven Großstadt Köln können sie ein umfangreiches Sport- und Freizeitangebot nutzen.
Prüfungsvorbereitung von Mercedes-Mitarbeitern
Bereits zum zweiten Mal bereitet das Berufsförderungswerk Köln eine Gruppe von Mercedes-Mitarbeiter auf deren IHK-Prüfung im Logistikbereich vor.
Der Kontakt zu Mercedes kam ein ‚ARBEITSFrühstück’ im Bfw zustande. Bei den Netzwerkveranstaltungen kam man ins Gespräch, seither nutzt das Unternehmen die Erfahrung und Professionalität des Berufsförderungswerks. Regelmäßige Praktikumsbesuche im Rahmen der normalen Reha-Ausbildung stärken den inhaltlichen Austausch.
Durch die 6-monatigen Schulungsmaßnahme verbindet Mercedes zwei Ziele: Mitarbeiter qualifizieren und motivieren - Entlassungen oder Kurzarbeit in der aktuellen Konjunktursituation vermeiden.
Weitere Informationen zu solchen maßgeschneiderten Maßnahmen gibt Walter Tjarks, Telefon 0221 3597 375. Hier können Sie eine E-Mail an Walter Tjarks schreiben. Er berät Sie auch über öffentliche Fördermöglichkeiten, z. B. im Rahmen der Kurzarbeiterqualifizierung oder der Beschäftigung von behinderten Menschen.
Experten informieren beim Unternehmerclub Köln
Der Unternehmerclub Köln fördert den regelmäßigen Austausch zwischen klein- und mittelständischen Unternehmern im Großraum Köln und initiiert Synergien und Kooperationen. Er versteht sich als „Börse“ zur Kontakt- und Netzwerkbildung und greift aktuelle Themen der Teilnehmer auf. Er richtet sich an bestehenden Kleinunternehmer (auch Freiberufler) oder diejenigen, die sich mit dem Gedanken einer Existenzgründung befassen. Zielsetzung ist es, den Teilnehmern ein Forum zu bieten, indem die besonderen Herausforderungen und Problematiken aufgegriffen und thematisiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.koelner-unternehmer-club.de.
Die ersten Treffen des Unternehmerclubs im Berufsförderungswerk Köln sind auf positive Resonanz gestoßen. Zahlreiche Anregungen und Themenwünsche sind im Anschluss an die Veranstaltungen eingetroffen. Danach finden im Berufsförderungswerk Köln weitere Veranstaltungen mit folgenden Terminen und Themen für das Jahr 2010 statt:
- 25. Februar 2010: Suchmaschinenmarketing – Optimierung von Websites
- 22. April 2010: Presse- und PR-Arbeit für den kleinen Geldbeutel
- 24. Juni 2010: Datensicherheit für Kleinunternehmen
Bei diesen Veranstaltungen – jeweils zwischen 18 und 21 Uhr – werden Experten zu den genannten Themen einen ca. 30-45-minütigen Fachvortrag halten. Darin werden relevante Informationen für Existenzgründer oder bereits Selbstständige kurz und knapp präsentiert. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, offene Fragen an diese Fachleute im Plenum zu stellen.
Die Veranstaltungen finden im Berufsförderungswerk Köln, Sürther Straße 171, 50999 Köln im Tagungsraum 3 statt. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter m.radunz@bfw-koeln.de.
Unterstützte Beschäftigung
Ziel der "Unterstützten Beschäftigung" ist es, behinderten Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf eine angemessene, geeignete und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen und zu erhalten. Konkret richtet sich dieses Angebot an Schulabgänger/-innen aus Förderschulen, aber auch an Erwachsene, bei denen sich erst im Laufe ihres Erwerbslebens eine Behinderung eingestellt hat.
Das Konzept der "Unterstützten Beschäftigung" basiert auf dem Grundsatz ‚Erst platzieren, dann qualifizieren’: Die Qualifikation erfolgt direkt am Arbeitsplatz durch die individuelle Unterstützung eines Qualifizierungsanleiters. Wesentlicher Inhalt der betrieblichen Qualifizierung ist neben der Einarbeitung am Arbeitsplatz das Vermitteln von berufsübergreifenden Lerninhalten und Schlüsselqualifikationen sowie Aktivitäten zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit. Die Förderung umfasst eine bis zu zwei Jahre dauernde individuelle betriebliche Qualifizierung. Ziel ist der Abschluss eines Arbeitsvertrages und damit die nachhaltige Integration des behinderten Menschen.
Weiter Informationen finden Sie hier.
Das Bfw ist mit der Bestenurkunde der IHK ausgezeichnet worden
Zum wiederholten Male ist das Berufsförderungswerk durch die Industrie- und Handelskammer zu Köln für seine besonderen Leistungen in der Berufsausbildung mit der Bestenurkunde der IHK ausgezeichnet worden. Im Sommer 2009 hatten neun Prüflinge mit der Note 1 abgeschlossen, davor waren es im Januar 2009 vier Bfw-Teilnehmer.
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zeichnet das Berufsförderungswerk Köln für das Konzept Betriebliches Eingliederungsmanagement aus.
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat das Berufsförderungswerk Köln für sein vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) prämiert. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird vergeben an Arbeitgeber, die die gesetzlichen Vorgaben zur Prävention von Krankheit und Behinderung und zur Wiedereingliederung länger erkrankter Mitarbeiter professionell und erfolgreich umsetzen.
Konzept und Praxis des Betrieblichen Eingliederungsmanagements beim Berufsförderungswerk Köln hätten insbesondere überzeugt durch das transparente Verfahren, die klaren Ablaufregelung und die überzeugenden Regelungen zum Datenschutz, erklärte die LVR-Sozialdezernentin, Martina Hoffmann-Badache bei der Prämierung in Köln. Gemeinsam hätten die Sozialpartner ausführliche Umsetzungshilfen und Infomaterialen für Führungskräfte entwickelt; für die Planung und Steuerung der konkreten Maßnahmen ist ein interdisziplinäres Team zuständig. Die individuelle Betreuung und Begleitung der erkrankten Mitarbeiter leistet ein Fallmanager oder eine Fallmanagerin.
„Prävention von Krankheit und Behinderung ist für Sie mehr als nur Pflicht, sie ist ernsthaftes Anliegen und Ziel des Personalmanagements. Wir bedanken uns für Ihr Engagement und nehmen solche guten Beispiele wie Ihres gerne auf, um sie anderen Arbeitgebern zur Nachahmung zu empfehlen“, so Hoffmann-Badache wörtlich.
Brunhilde Hilge, Geschäftsführerin des Berufsförderungswerks Köln, nahm die Auszeichnung „mit Dank und Stolz“ entgegen. Sie freue sich über die Anerkennung und dankte den Verantwortlichen im eigenen Haus für die geleistete Arbeit: „Wir verstehen uns als modernes, werteorientiertes Dienstleistungsunternehmen. Unsere Aufgabe ist es, den Teilnehmern der Maßnahmen trotz Krankheit und Behinderung eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Dieses Ziel gilt natürlich entsprechend für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir wollen alles tun, um die Gesundheit der Beschäftigten zu sichern bzw. wieder herzustellen.
Schließlich hängt ja auch die Qualität der Leistung, die wir für die Menschen erbringen, vom Leistungsvermögen, der Motivation und der Gesundheit einer jeden Mitarbeiterin, eines jeden Mitarbeiters ab. Ein funktionierendes betriebliches Eingliederungsmanagement ist daher für uns ein wichtiges Ziel. Die Prämierung dafür durch den LVR ist Ehre und Ansporn zugleich.“
Armin Kayser