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Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger (m/w)

Eine Frau und ein Mädchen mit Downsyndrom schauen einander in die Augen und lachen dabei.

Ausbildungsgang Heilerziehungspfleger

mit Fachhochschulreife


Aufgabengebiet/Arbeitsmarkt
Heilerziehungspfleger/innen arbeiten mit Menschen aller Altersgruppen, die eine Behinderung haben. Sie helfen diesen Menschen bei der Bewältigung des Alltags, begleiten sie ihren Vorstellungen und Wünschen entsprechend und leisten Pflege, wenn pflegerische Unterstützung benötigt wird. Bei der Arbeit mit Kindern steht besonders die erzieherische Aufgabe im Vordergrund.

Heilerziehungspfleger/innen arbeiten selbstständig und eigenverantwortlich, zum Beispiel bei der ambulanten Pflege und Begleitung von Menschen mit Behinderungen in deren Wohnungen oder bei der Leitung einer Gruppe in einer Einrichtung der Behindertenhilfe.

Heilerziehungspfleger/innen arbeiten vorwiegend in folgenden Einrichtungen:

  • Wohnhäusern und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
  • ambulanten Diensten
  • integrativen und heilpädagogischen Kindertagesstätten
  • psychiatrischen und geriatrischen Einrichtungen

Verschiedene Fort- und Weiterbildungen sind möglich.

Aufnahmevoraussetzungen
Die Aufnahme an der Fachschule für Heilerziehungspflege erfordert

  • die Fachoberschulreife und
  • den Abschluss eines berufsqualifizierenden Ausbildungsberufes, z. B. als Kinderpfleger oder Sozialhelfer oder
  • den Abschluss der zweijährigen Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen oder
  • den Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung, Fachhochschulreife oder Hochschulreife in Verbindung mit einer einschlägigen beruflichen Tätigkeit, z. B. Zivildienst, freiwilliges soziales Jahr, Praktikum und
  • ein aktuelles, erweitertes Führungszeugnis nach § 30a, Abs. 1 BZRG.

Abschluss
Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in mit Fachhochschulreife.

Dauer der Ausbildung/Praktika
Zwei Jahre schulische Ausbildung mit 33 bis 35 Unterrichtsstunden wöchentlich, einschließlich 16 Wochen Praktikum. Anschließend ein Jahr Berufspraktikum mit 160 Stunden begleitendem Unterricht.

Kosten der Ausbildung
Als staatlich genehmigte und anerkannte Ersatzschule erhebt die Fachschule für Heilerziehungspflege kein Schulgeld. Kosten entstehen durch Bücher, Arbeitsmaterial, Workshops und Zusatzqualifikationen sowie durch eine Seminarfahrt zu Beginn der Ausbildung.

Förderung
Eine Förderung nach BAföG ist bei entsprechenden Voraussetzungen möglich.

Bewerbung
Bewerbungen mit Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Lichtbild und Kopie des letzten Schulzeugnisses sind ab September des Vorjahres für das kommende Schuljahr einzureichen.
  

Unterrichtsinhalte

Zwei Schülerinnen beobachten, wie ein Mädchen im Rollstuhl von einer anderen Schülerin über eine Erhebung im Boden geschoben wird.

Ausbildungsgang Heilerziehungspfleger

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Religionslehre

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Theorie und Praxis der Heilerziehungspflege
  • Gesundheit/Pflege
  • Psychiatrie
  • Organisation/Recht/Verwaltung
  • Heilerziehungspflegerische Schwerpunkte
       -Kreativ-musischer Bereich
       -Sprachlich-kommunikativer Bereich
       -Gesundheits-bewegungsorientierter Bereich
       -Organisatorisch-technologischer Bereich
  • Projektarbeit
  • Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe

Differenzierungsbereich

  • Mathematik zum Erwerb der Fachhochschulreife
  • Sport für Menschen mit Behinderungen

Zusätzlich nehmen die Studierenden am schulinternen Seminar- und Workshopprogramm teil.

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