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Staatlich anerkannter Motopäde (m/w)
Aufgabengebiet/Arbeitsmarkt
Die Aufgabe von Motopäden/innen ist die leib- und bewegungsorientierte Entwicklungsbegleitung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die
- in ihren Wahrnehmungs- und Bewegungsfunktionen eingeschränkt oder behindert sind und aufgrund dessen
- Beeinträchtigungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und/oder in ihrem emotionalen und sozialen Erleben erfahren.
Motopäden/innen entwickeln erlebnisorientierte und funktionale Wahrnehmungs- und Bewegungsangebote. Kenntnisse aus unterschiedlichen Fachbereichen sowie prozessbegleitende Diagnostik unterstützen die Professionalität Ihrer Tätigkeit.
Sie beraten Familien, Institutionen und soziale Systeme mit dem Ziel, über Bewegungshandlungen neue Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Motopäden/innen arbeiten als Fachkräfte vor allem in folgenden Einrichtungen:
- Beratungs- und Frühförderstellen
- klinischen Einrichtungen
- sozial- und heilpädagogischen Institutionen (Kindertagesstätten, Heime, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Alten- und Pflegeheime)
- Grund- und Förderschulen
- Vereinen, Praxen
- Fort- und Weiterbildungseinrichtungen
Aufnahmevoraussetzungen
Die Aufnahme an unserer Schule erfordert
- eine abgeschlossene Fachausbildung im Sozial- und Gesundheitswesen und eine psychomotorische,sportliche, rhythmische oder tänzerische Qualifikation und eine mindestens einjährige, einschlägige Berufspraxis oder
- den Abschluss als staatlich geprüfter Gymnastiklehrer/staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin oder den Hochschulabschluss als Sportlehrer/in und eine mindestens einjährige, einschlägige Berufspraxis.
- ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis nach § 30a, Abs.1 BZRG.
Abschluss
Mit erfolgreichem Abschluss sind Sie staatlich anerkannte/r Motopäde/in.
Dauer der Ausbildung/Praktika
Die Ausbildung findet berufsbegleitend statt und dauert zwei Jahre. Sie umfasst 640 Unterrichtsstunden pro Jahr, davon 520 an der Fachschule und 120 Stunden als angeleitete motopädische Praxis an der Arbeitsstelle.
Kosten der Ausbildung
Als staatlich genehmigte und anerkannte Ersatzschule erhebt die Fachschule für Motopädie kein Schulgeld. Kosten entstehen durch projektbezogene Aktionen wie z. B. Kanufahren, Klettern oder Besichtigungen anderer Institutionen.
Unterrichtsinhalte
Fachrichtungsbezogener Lernbereich:
- Praxis der Motopädie
- motopädische Arbeitsweisen und Konzepte
- Motodiagnostik
- Projektarbeit
- Differenzierungsbereich (systemische Beratung, Motogeragogik)
Fachrichtungsübergreifender Lernbereich:
- medizinisch-psychologische Grundlagen
- Deutsch/Kommunikation
- Fremdsprache
- Politik/Gesellschaftslehre
Darüber hinaus nehmen die Studierenden am schulinternen Seminar- und Workshopangebot teil.


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