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Roter Punkt

Projekt zur Erstbetreuung von Ersttätern im Kinder- und Jugendalter – Prävention von Mehrfachtäterschaft

Aufgrund der deutlich gestiegenen Delinquenz von Kindern und Jugendlichen in Rösrath entwickelten Vertreter der Kinder- und Familienhilfen Michaelshoven, der Stadt Rösrath, der Kreispolizeibehörde, der Awo-Der Sommerberg Betriebsgesellschaft zusammen das Konzept "Roter Punkt". Vorrangiges Ziel dabei ist es, die hohe Anzahl von Mehrfachstraftätern in Rösrath zu verringern.

Schnelles Handeln

Seit dem 1. Januar 2008 werden deshalb in Rösrath Straftaten jugendlicher Krimineller, die durch große Brutalität oder Missachtung von Autoritäten geprägt sind und bei den Eltern nur auf Teilnahmslosigkeit und Gleichgültigkeit stoßen, mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Ist ein Fall mit einem roten Punkt versehen, verspricht das Projekt schnelles Handeln: bereits 48 Stunden nach der Tat soll ein Gespräch mit den Eltern und Jugendlichen die erste von folgenden Jugendhilfemaßnahmen sein. Aus den Erkenntnissen dieses Gesprächs ergeben sich die weiteren Maßnahmen.

Erlebnispädagogik

Der Schwerpunkt hierbei soll vor allem auf der Erlebnispädagogik liegen. So können Jugendliche beispielsweise an einem Wochenende im Hochseilgarten in Stephansheide trainieren. Dabei lernen sie nicht nur, sich in eine Gruppe einzufügen und anderen Gruppenmitgliedern zu vertrauen, sondern auch neue Verhaltensweisen auszuprobieren, um Erfolge, aber auch Grenzen wahrzunehmen. Die Sprünge in die Tiefe oder Balancieren in der Höhe sollen den Jugendlichen zudem Selbstbewusstsein vermitteln.

Weitere Maßnahmen

Neben den erlebnispädagogischen Angeboten gibt es jedoch auch weitere Maßnahmen, wie z. B. die Verordnung von Sozialstunden, die greifen können. Dabei geht es hauptsächlich um Wiedergutmachung: Die Jugendlichen arbeiten dabei im Kindergarten, in einem Altenheim oder reparieren Spielplätze und pflegen Außenanlagen.

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