Blog der Diakonie Michaelshoven

Besondere Menschen aus Köln erzählen besondere Geschichten

Wir wollen Einblicke in außergewöhnliche Lebenswelten schaffen und euch die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen vorstellen, die bei uns leben und arbeiten. Außerdem stellen wir euch besondere Projekte vor, die helfen, die Lebensqualität dieser Menschen zu erhöhen.

Und es gibt immer mehr Menschen in Köln, die diese Unterstützung benötigen. Umso wichtiger ist es hinzuschauen und aktiv zu werden, indem ihr die Geschichten weitererzählt oder sogar ehrenamtlich helft. Nur so können wir näher zusammenrücken! Wir wünschen euch viel Spaß auf diesen Seiten und freuen uns auf euer Feedback.

Einblick

Mit der Veeh-Harfe wird jeder zum Musiker

Irene Stamp kann keine Noten lesen, hat noch nie ein Instrument gespielt und singt auch nicht gerne. Wenn sie allerdings die Saiten an der Veeh-Harfe zupft, dann spielt sie bekannte Melodien ganz souverän. „Mein erstes Lied war „Froh zu sein bedarf es wenig“, und ich habe auch schon vor Publikum gespielt“, berichtet die 51-Jährige stolz. Dabei begann sie erst vor einem halben Jahr mit dem Unterricht an dem Instrument.

Musiklehrerin Anne Geburtig ist Diakonin in der Diakonie Michaelshoven und organisiert unter anderem die Freizeitangebote für Erwachsene mit einer Behinderung. Freunde erzählten ihr von dem Musikinstrument, das ohne Notenkenntnisse zu spielen ist. Sie probierte es aus und war begeistert. „Ich konnte die Veeh-Harfe direkt spielen. Das hat mich inspiriert, und ich wollte sie unbedingt für unser Musikangebot einsetzen“, erklärt die Diakonin. Mit Spendengeldern konnte schließlich die erste Veeh-Harfe finanziert werden, die seit knapp einem Jahr im Einsatz ist und von Menschen mit einer geistigen Behinderung gespielt wird.

Weil man keine Notenkenntnisse braucht, führt die Veeh-Harfe zu einem schnellen Erfolgserlebnis.

Anne Geburtig

Anne Geburtig besitzt inzwischen eine große Auswahl an Notenblättern, von Volksmusik über Klassik bis hin zur Kirchenmusik. „Weil man keine Notenkenntnisse braucht, führt die Veeh-Harfe zu einem schnellen Erfolgserlebnis“, sagt die Diakonin. „Und wirklich jeder kann sie spielen, denn die Punkte zeigen einem ganz einfach, welche Saite gezupft werden muss“.

Musik macht Spaß

Irene Stamp kommt gerne zur Probe. „ Das macht Spaß“, sagt sie und spielt direkt ein neues Lied. „Wer die Veeh-Harfe spielt, muss locker sein und sich entspannen. So kann jeder die Musik für sich entdecken“, ergänzt Anne Geburtig. Und die Musik hört sich dann so an, als würde sie von Engeln gespielt.

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Die Veeh-Harfe

Hermann Veeh, selbst in einer musikalischen Familie groß geworden, ist Erfinder und Namensgeber des Instruments. Als sein Sohn mit Down-Syndrom auf die Welt kam, wollte er es ihm ermöglichen, Musik zu machen und konstruierte deshalb ein Instrument, das einer Zitter ähnelt und bei der man die Noten unter die Saiten legen kann. Die Veeh-Harfe wird in vielen Bereichen genutzt und von unterschiedlichen Menschen gespielt: Menschen mit einer Behinderung, Senioren oder auch Kinder und Jugendliche. Mittlerweile nutzen auch Profimusiker den besonderen Klang des Instruments.

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