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Ausstellung der inklusiven Malgruppe „Intuitives Malen“ in der Fachhochschule Köln

08.06.2015

Seine eigene Bilder in einer Ausstellung präsentieren zu können – davon träumt jeder Künstler. Für die Teilnehmer der Malgruppe „Intuitives Malen“ aus Michaelshoven wurde dies Wirklichkeit. Im Rahmen des Fachtags „Die Erfindung der Anderen“ zum Thema Inklusion stellten sie rund 15 ihrer selbst kreierten Bilder in der Fachhochschule Köln in der Südstadt aus. Und waren – zu Recht – unheimlich stolz auf ihre Werke.

Regelmäßige Treffen
Seit November 2014 hatte sich die inklusive Malgruppe vierzehntägig im Berufskolleg Michaelshoven getroffen, um gemeinsam zu malen. Angeboten wurde das Projekt von Brigitte Maxrath-Enger und Annette Ronicke, zwei Dozentinnen des Berufskollegs. Mit viel Freude nahmen drei Bewohnerinnen mit Behinderung aus Michaelshoven, Studierende des Berufskollegs und auch Studenten der Fachhochschule Köln am Angebot teil. Am Anfang gab es oft kurze Entspannungsübungen, eine Körperreise oder es wurde getanzt oder Musik gehört. Danach machten sich alle ans Werk. Beim intuitiven Malen bringt man Emotionen und Gedanken absolut wertfrei und ohne stark einengende Vorgaben auf die Leinwand.

Die Zahl der Teilnehmer wurde dabei bewusst klein gehalten. „Das war auch durch die Raumgröße bedingt“, berichtet Dozentin Brigitte Maxrath-Enger. „Vor allem war uns jedoch der gegenseitige Austausch wichtig, dass wir aufeinander eingehen konnten.“ Während die Teilnehmer aktiv malten, lernten sie gleichzeitig auch die allgemeine Farbenlehre kennen, indem sie ihre gewünschte Farbe selbst anmischen konnten. Brigitte Maxrath-Enger, Annette Ronicke und die Studierenden gingen dabei behutsam auf die drei Teilnehmerinnen mit Behinderung ein, gaben Tipps und ermutigten die jungen Frauen.

Stolz und auch ein wenig Nervosität
Beim letzten Treffen vor der Ausstellung wurden die letzten Bilder fertiggestellt und gemeinsam ausgewählt, welche Werke am 21. Mai in der Fachhochschule zu sehen sein sollten. Die unterschiedlichsten Motive und Arbeiten waren dabei. „Wir haben auch mehrere Bilder gemeinsam gemalt“, erläutertBrigitte Maxrath-Enger. Etwa eine große, in Blautönen gehaltene Figur. „Hier haben wir den Körper als Landschaft auf die Leinwand gebracht“, erklärt sie. Jedes der in der Malgruppe entstandenen Bilder spiegelt die jeweilige Stimmung des Künstlers wieder, seine Seele, seine Empfindungen.

Dass die Bilder am Ende sogar in der Fachhochschule zu sehen waren, ist übrigens auch durch das Engagement der beiden Studentinnen Katharina Hermann und Daniela Wolf ermöglicht worden. Sie planten die Ausstellung im Rahmen eines Projekt in ihrem Studiengang Soziale Arbeit, welches auch einen Teil ihrer Abschlussprüfung darstellen wird. Unterstützt wurde das Projekt zudem auch durch die Stiftung der Diakonie Michaelshoven, dank deren Hilfe u. a. Farben und Papier gekauft werden konnten.

„Ich freue mich unheimlich auf die Ausstellung“, verriet Steffi, eine der Teilnehmerinnen, eine Woche vor dem Fachtag in der Fachhochschule. „Doch ich bin auch ein wenig nervös.“ Noch nie habe sie die Gelegenheit gehabt, ihre Bilder zu präsentieren. Eines davon, ein Pferd auf einer bunten Wiese, hat sie extra noch in der letzten Stunde vor der Ausstellung gemalt. Auch dieses Werk war in der FH zu sehen.

Eine Auswahl der tollen Ergebnisse der kreativen Arbeit findet Sie in diesem Album auf Facebook.

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