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Das Projekt „Sozialführerschein“ der Diakonie Michaelshoven wurde mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet

11.09.2014

Bild: Oberbürgermeister Roters, Schülerinnen Jill Oyen und Anna Scharpp, Birgit Heide (Vorstand der Diakonie Michaelshoven), Eva Schürlein (Projektbegleitung) und Carlos Stemmerich (Projektleiter). (© Stadt Köln)

Am 07.09.2014 wurde das Projekt „Sozialführerschein“ der Diakonie Michaelshoven mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Köln ausgezeichnet. Insgesamt erhielten fünf Einzelpersonen, vier Gruppen, zwei Schulen und ein Unternehmen den Preis "KölnEngagiert 2014".

Überreicht wurden die Auszeichnungen von Oberbürgermeister Jürgen Roters, der Bürgermeisterin und dem Bürgermeister sowie von der diesjährigen Ehrenamtspatin, Komödiantin Cordula Stratmann, im Historischen Rathaus. Nachmittags fand zudem eine öffentliche Übergabe auf der Bühne auf dem Heumarkt statt.

Große Infobörse zum Thema Ehrenamt
Auf dem Heumarkt und dem Alter Markt in der Kölner Innenstadt konnten die Besucher erfahren, wo und wie man sich in Köln engagieren kann. Auch die Diakonie Michaelshoven war erneut auf dem Ehrenamtstag vertreten.

„Welcher Ehrenamtstyp sind Sie? Eine Zeitspenderin? Oder ein Kaffee-Mittrinker?“ – das konnten die Besucher am Stand der Diakonie Michaelshoven erfahren. Zahlreiche Interessierte waren neugierig und informierten sich über die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements.
 

Sozialführerschein der Diakonie Michaelshoven
Beim Sozialführerschein der Diakonie Michaelshoven engagieren sich Schülerinnen und Schüler ehrenamtlich in ihrer Freizeit für Menschen mit Behinderung oder für Seniorinnen und Senioren. Sie besuchen dabei über einen Zeitraum von vier Wochen an jeweils einem Nachmittag pro Woche für rund drei Stunden ein Wohnheim der Diakonie Michaelshoven. Am Ende erhalten sie für ihr Engagement ein Zertifikat. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen dabei keine verantwortungsvollen Aufsichtspflichten oder Pflegetätigkeiten, sondern planen und gestalten gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern deren Freizeit. Die Begegnung von alten und jungen Menschen, von Menschen mit und ohne Behinderung baut Vorurteile ab und wirkt der Ausgrenzung entgegen.

Von dem Projekt Sozialführerschein der Diakonie Michaelshoven profitieren sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Bewohnerinnen und Bewohner. Für die Seniorinnen und Senioren bringt der Besuch Kontakt mit der Außenwelt und neue Impulse. Manche haben keine Angehörigen mehr, die sie besuchen können, und sind sehr isoliert. Menschen mit Behinderung treffen völlig unbefangen auf Menschen ohne Behinderung. Die Schülerinnen und Schüler erlernen im Gegenzug neue soziale Kompetenzen. Sie bauen Selbstvertrauen, Menschenkenntnis sowie Einfühlungsvermögen und Achtung vor Anderen und sich selbst auf. Die Schülerinnen und Schüler lernen, auf fremde Menschen zuzugehen und Kontakt zu ihnen aufzunehmen. So wird der Umgang mit älteren Menschen oder mit Menschen mit Behinderung für sie selbstverständlich.

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