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Die Hilfe kommt zum Hilfesuchenden – Wohnungsnotfallhilfe wird aus- und umgebaut

13.08.2014

Die Diakonie Michaelshoven passt ihre bestehenden Angebote in der Wohnungslosenhilfe an die aktuellen Bedarfe im Oberbergischen Kreis an. Steigende Fälle von Wohnungslosigkeit und der Aufbau eines Gesamthilfesystems, das als einzigartiges Modellprojekt vom Sozialministerium NRW gefördert wird, machen die Veränderungen notwendig. Im letzten Jahr haben fast 1.000 Menschen die Angebote der Diakonie Michaelshoven in der Region in Anspruch genommen. Die Tendenz in den letzten Jahren zeigt eine kontinuierliche Steigung.

„Wir wollen näher zu den Menschen, die Hilfe brauchen. Das heißt, die Hilfen sollen dort angeboten werden, wo sich Hilfesuchende befinden“, sagt Susanne Hahmann, Geschäftsbereichsleiterin „Die Sozialen Hilfen Oberberg“ der Diakonie Michaelshoven. So entsteht gerade ein neuer Standort in Gummersbach, in dem es neben einer Beratungsstelle auch ein Angebot an Stationärer Hilfe mit 25 Plätzen geben wird. Die Eröffnung in der Karlstraße als Bürostandort wird noch in diesem Jahr erfolgen. Weitere Räumlichkeiten in den Stadtteilen Strombach und Lochwiese sind schon angemietet und sollen bald eröffnen.

Haus Segenborn mit neuem Appartement-Haus
Auch das traditionsreiche Haus Segenborn in Waldbröl steht vor Veränderungen. Derzeit bietet es 65 Plätze für Wohnungslose, die hier Unterstützung  erhalten. Hier entsteht im Laufe des nächsten Jahres ein neues Appartement-Haus, das die Unterbringung von 13 Menschen in Wohnungsnot ermöglicht. „Wir haben uns im Rahmen der Umstrukturierung gefragt, ob solch ein stationäres Angebot wie das Haus Segenborn in Waldbröl mit seiner Alleinlage am Rande des Oberbergischen Kreises auch in Zukunft Sinn macht“, sagt Susanne Hahmann. „Doch wir halten das Angebot an diesem Ort für sinnvoll, da es mit seinem klar strukturierten  Rahmen gerade Menschen mit komplexen Bedarfslagen einen guten Rahmen bietet, um einen Neuanfang zu wagen.“

Energie aus eigenem Haus
Ein weiteres Projekt in Segenborn steht kurz vor dem Abschluss. Durch die Errichtung eines Blockheizkraftwerks, welches Strom erzeugt, die Heizungen versorgt und auch das Brauchwasser erwärmt, kommt die komplette Energie- und Wärmegewinnung aus eigenem Haus. „Die überschüssige Energie wird ins öffentliche Netz eingespeist“, sagt Susanne Hahmann. „Uns war eine ökologisch nachhaltige und wirtschaftlich tragbare Energiegewinnung wichtig."

Infos zum Gesamthilfesystem
Diese Änderungen stehen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung  der Hilfen zu einem „Integrierten Gesamthilfesystems der Wohnungslosenhilfe in einer ländlichen Region“, das 2012 als Pilotprojekt durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW im Rahmen des Aktionsprogramms „Obdachlosigkeit verhindern – Weiterentwicklung der Hilfen in Wohnungsnotfällen“ mit 75.000 Euro gefördert wird. Es ist in Deutschland einzigartig und soll als Vorbild für ländliche Regionen in der Wohnungsnotfallhilfe dienen. Dazu wird sukzessive ein flächendeckendes und erfolgsversprechendes Gesamthilfesystem für Menschen, die wohnungslos oder davon bedroht sind, entwickelt und umgesetzt werden.

Kooperationspartner sind der Landschaftsverband Rheinland, das Sozialamt Oberbergischer Kreis, Gesundheitsamt des OBK, die Wohnungswirtschaft, die Jobcenter und Arbeitsagenturen, die Jugendämter, die Sozialen Dienste und das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales.


Weitere Infos finden Sie hier:
http://www.diakonie-michaelshoven.de/angebote/menschen-in-schwierigen-lebenslagen/wohnungsnot/

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