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Erfolgreicher Start für das innovative Projekt „Prävention in Wohnungsnotfällen“

07.06.2017
Gruppenbild mit einer Frau und drei Männern vor dem Beratungsbüro der Wohnhilfen Oberberg.

Damit Bürgerinnen und Bürger mit akuten finanziellen Schwierigkeiten nicht in die Gefahr kommen, ihre Wohnung zu verlieren, geht der Oberbergische Kreis neue Wege und hat die Beratung in Wohnungsnotfällen an die Wohnhilfen der Diakonie Michaelshoven übertragen. Die Diakonie Michaelshoven erhält die Mitteilung über Räumungsklagen, um die Betroffenen beim Erhalt der Wohnung zu unterstützen. Diese Form der Unterstützung zeigt nach einem halben Jahr Praxiserfahrung bereits erste positive Ergebnisse.

Präventiver Ansatz notwendig

Durch die gute Vernetzung und Zusammenarbeit mit den relevanten Kooperationspartnern, unter anderem mit Sozialämtern, Jobcentern und Ordnungsämter, sollen schnelle Lösungen gefunden werden. Ziel des Projekts ist der Erhalt der Wohnung. „Aufgrund des angespannten Wohnungsmarkts im Oberbergischen Kreis sind die Möglichkeiten, im Rahmen Angemessenheitsgrenze Wohnungen zu finden, begrenzt,“ sagt Ralf Schmallenbach, Sozialdezernent des Oberbergischen Kreis. „Deswegen ist der präventive Ansatz notwendig, um die Betroffenen vor einem Wohnungsverlust zu schützen.“

Manchmal reicht ein klärendes Gespräch

Das Projekt ist ein weiterer Baustein im Integrierten Gesamthilfesystem der Wohnhilfen Oberberg. Es wird bis 2019 vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales finanziell gefördert. „Mit der direkten Mitteilungen über Räumungsklagen an uns können wir neue Wege der Wohnraumsicherung in Krisensituationen angehen. Wir haben für das Projekt drei Sozialarbeiter in Teilzeit eingestellt, die Kontakt zu den Betroffenen aufnehmen“, erklärt Susanne Hahmann, Gesamtbereichsleiterin der Wohnhilfen Oberberg.

Nach der Kontaktaufnahme werden die notwendigen Schritte eingeleitet. „Je früher die Intervention erfolgt, desto besser,“ erklärt Dietmar Kascha, Leiter das Amtes für Soziale Angelegenheiten. „Manchmal reicht ein klärendes Gespräch mit dem Vermieter aus. In den meisten Fällen wird aber Kontakt zu den relevanten Ämtern aufgenommen.“ Hierzu zählen die Jobcenter, Amtsgerichte, Sozial- und Ordnungsämter sowie andere soziale Dienste.

Das Projekt wird von der Gesellschaft für innovative Sozialforschung Bremen (GISS) wissenschaftlich begleitet und beinhaltet die systematische Weiterentwicklung des integrierten Gesamthilfesystems für den Oberbergischen Kreis.


Foto: Ralf Schmallenbach (Sozialdezernent des Oberbergischen Kreises), Susanne Hahmann (Geschäftsbereichsleiterin der Wohnhilfen Oberberg,  Dietmar Kascha (Leiter Amt für Soziale Angelegenheiten des Oberbergischen Kreises) und Wilfried Fenner (Teamleiter bei den Wohnhilfen und Leiter des Präventions-Projekts)

  

 

 

 

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