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Kinder und Jugendliche aus Michaelshoven blicken hinter die Kulissen der Medienmacher

04.01.2017
Zwei Jugendliche sitzen vor einem Laptop in einem Fernsehstudio.

Wer wollte nicht schon immer einmal wissen, wie es ist, eine Fernsehsendung zu machen und was alles bei so einer Produktion alles dazu gehört. Die Kinder und Jugendlichen aus verschiedenen Wohngruppen der Kinder- und Familienhilfen Michaelshoven hatten die einmalige Gelegenheit, genau das in den Kinderstudios des WDR herauszufinden und einen Tag selbst zum Medienmacher zu werden.

Nach einem herzlichen „Willkommen“ durch das WDR-Team wurden alle in die Geheimnisse einer TV-Produktion eingeweiht. Zu Beginn wurde, nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in einem lockeren Frage- und Antwortspiel die spannende Welt des Fernsehmachens vermittelt. Im Anschluss daran konnten sich unsere BewohnerInnen ziemlich schnell selbst spielerisch mit Elementen aus dem TV-Studio vertraut machen.

So konnten zunächst verschiedene Masken und Maskenteile wie zum Bespiel falsche Bärte und Narben ertastet werden und jeder konnte mal etwas in die Hand nehmen. Nachdem man etwas über den Beruf des Maskenbildners erfahren hatte, ging es spannend weiter. Die BesucherInnen erfuhren etwas über technische Tricks und wie das Fernsehen mit den Sinnen der Zuschauer spielt. Mit Hilfe der Green-Box-Technologie wurde unseren Kindern und Jugendlichen nahe gebracht, wie man fast von Zauberhand eine Wetterkarte hinter den Nachrichtensprecher bringt, oder wie man zum Kuscheln auf dem Schoß von Käpt‘n Blaubär Platz nehmen kann.

Dann legten unsere BewohnerInnen erst richtig los. Es ging an das Produzieren eines eigenen TV-Magazins. Verschiedene „Jobs“ wurden vergeben und Aufgaben verteilt. Als dann klar war, wer an der „Technik“, als „Moderator“, als „Wetterfee“, als „Nachrichtensprecher“ und als „Reporter“ arbeiten wollte, kam es zu einer Redaktionskonferenz, in der die Kinder und Jugendlichen die Inhalte ihrer Sendung selbst festlegten.

Danach wurde es ernst und die Aufregung bei unseren jungen Nachwuchstalenten war deutlich spürbar. Der Ablauf der Sendung wurde noch einmal wiederholt, bevor es zu ersten Probeaufnahmen kam. Nach dem Anschauen dieser Probe wurden letzte Verbesserungsmöglichkeiten besprochen und dann die letztendliche Sendung aufgezeichnet. Trotz aller Aufregung und Sorge, dass man z. B. seinen Text vergisst oder die falschen Knöpfe bedient, haben alle unsere BewohnerInnen ihre Aufgaben mit Bravour gemeistert.

Beim Ansehen der fertigen Sendung bei Kinoatmosphäre war allen Kindern und Jugendlichen unserer Wohngruppen der Stolz über das geschaffene Projekt deutlich anzumerken. Das Thema TV- und Fernsehstudio war noch bis in den späten Abend in aller Munde und an diesem Tag wuchsen alle TeilnehmerInnen über sich hinaus. Auch noch am heutigen Tag sind sich alle einig, dass es ein besonderer, spannender und zugleich auch anstrengender Tag war.

Neben allem Spaß, den die TeilnehmerInnen im WDR hatten, konnte jeder auch ganz individuell etwas mitnehmen und von dem Erlebten profitieren. Man lernte etwas darüber, wie Fernsehsendungen produziert werden, wie Studiotechnik eingesetzt wird und bekam einen Einblick in verschiedene Medienberufe. Es war für alle ein Gewinn zu erfahren, wie man sich selbst präsentiert, wie man als Team zusammen arbeiten kann und wie wichtig es ist, sich in bestimmten Situationen konzentrieren zu können.


Dieser Artikel wurde verfasst von:

  • Anika S. (WG Im alten Pfarrhaus)
  • Sarah F. (WG Regenbogen)
  • Franziska W. (WG Flora)
  • Matthias Bathen (Heilpädagogische Tagesförderung)

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