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Aktuelles

Weil Zuhören Trost spendet – Die Seelsorger in der Diakonie Michaelshoven

26.03.2013

Wenn Kummer und Sorgen die Seele belasten, hilft es darüber zu sprechen. Es tröstet, wenn jemand Vertrautes zuhört und man ihn an den eigenen Gedanken teilhaben lassen kann. Die Last fällt von einem und man fühlt sich befreit. Doch wie sieht es bei älteren Menschen aus, die nicht immer jemanden zum Zuhören haben, weil es keine Familienangehörige mehr gibt, oder weil die vertrauten Menschen zu weit weg wohnen und damit nicht immer greifbar sind?

Ehrenamtliche kümmern sich um die Sorgen älterer Bewohner
In unseren vier Senioreneinrichtungen und dem Ambulanten Pflegedienst begegnen uns täglich ältere Menschen, die sich mit Krankheiten und dem Sterben auseinandersetzen. Auch wenn wir als diakonische Einrichtung sehr eng mit unserer Pfarrerin zusammenarbeiten, die für unsere Bewohnerinnen und Bewohner greifbar ist, zeigt der steigende Bedarf, dass wir zusätzlich Ehrenamtliche brauchten, die sich mit einem offenen Ohr und mit Feingefühl dem Kummer unserer älteren Menschen annehmen.

Fortbildung zum Seelsorger
Gemeinsam mit der Stiftung einfach helfen haben wir eine Fortbildung für interessierte ehrenamtliche Mitarbeiter in der Seelsorge geschaffen. Da es uns wichtig war, dass unsere ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger auf ihre Aufgabe gut vorbereitet sind, haben wir im letzten Jahr eine Fortbildung dafür angeboten. Und wir waren positiv überrascht, wie viele Teilnehmer daran Interesse hatten, sich ausbilden zu lassen. Insgesamt elf Menschen nahmen teil, die aus verschiedenen Kontexten stammen und zwischen 35 und 80 Jahren alt sind.

Auch schwierige Themen behandelt
An acht Fortbildungstagen vermittelten ihnen ausgebildete Referenten Grundwissen, das für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Seelsorge notwendig ist, wie zum Beispiel über Gesprächsführung, Nähe und Distanz, wie auch religiöse Fragestellungen. Darüber hinaus lernten die Teilnehmer, wie es möglich ist, dass die Sorgen der älteren Menschen nicht zu einer Belastung werden. Dabei war der Umgang mit schwierigen Themen wie Krankheit, Sterben und Tod ein ganz wichtiger Aspekt.

Zertifikate feierlich übergeben
Im März fand in der Erzengel-Michael-Kirche die feierliche Übergabe der Zertifikate an die ausgebildeten ehrenamtlichen Seelsorger statt. Nun kommen sie in unseren Senioreneinrichtungen zum Einsatz. Es freut uns sehr, dass wir durch ihr Engagement den älteren Menschen noch mehr Hilfe und Unterstützung anbieten können. Unsere Pfarrerin bleibt in regelmäßigem Austausch mit den ehrenamtlichen Seelsorgern, wenn sich aus den Besuchen Fragen und Probleme ergeben.

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