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Elternarbeit fördert Rückführung von Kindern – Diakonie Michaelshoven eröffnet neue Intensivwohngruppe

10.02.2012
5 Kinder sitzen hintereinander auf einem Baumstamm und blicken lachend in die Kamera.

Am 27. Februar eröffnet die Diakonie Michaelshoven eine Intensivwohngruppe in Köln-Rodenkirchen für Mädchen und Jungen im Alter von circa sieben bis 13 Jahren. 

Hilfen für Kinder und ihre Familien
Hier sollen Kinder pädagogisch betreut und in ihrer Entwicklung unterstützt werden, deren Herkunftsfamilien nicht die geeigneten Strukturen und Kompetenzen zur Erziehung der Kinder besitzen und ambulante flexible Hilfen in der Familie selbst nicht mehr ausreichen, die Voraussetzungen für eine normale Entwicklung der Kinder zu gewährleisten. Trotzdem aber die Möglichkeit auf eine Stabilisierung des Familiensystems besteht und eine Rückführung in einem absehbaren Zeitraum von ein bis zwei Jahren realistisch erscheint.

Umsetzung von Absprachen im Familienalltag oftmals schwierig
Die Alltagspraxis zeigt vielfach, dass es sich schwierig gestaltet, die im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Pädagogen der stationären Wohngruppen vereinbarten Absprachen und Ziele in den Alltag der Familie umzusetzen und zu leben. Die seitens der stationären Wohngruppen angebotene Familien- und Elternarbeit hat vielfach keine Möglichkeit bzw. Kapazität, die Umsetzung der vereinbarten Absprachen in den Familienalltag zu begleiten und zu steuern.

Intensive Elternarbeit
In Kooperation mit den flexiblen Hilfen sieht das pädagogische Konzept der Wohngruppe u. a. die intensive Elternarbeit vor mit regelmäßigen Elterngesprächen in der Einrichtung und in der Familie als auch Gruppenangebote für Eltern zu besonderen pädagogischen Themen. Gemeinsam mit den Eltern werden Bedingungen entwickelt, die einer positiven Veränderung im häuslichen Umfeld dienen. Die speziellen Familienstrukturen, Rollenverteilungen, Konflikte und Probleme werden sichtbar gemacht.

Alle Familienmitglieder werden miteinbezogen
Durch den regelmäßigen Einblick in den familiären Alltag und den Einbezug des Gesamtsystems (Geschwisterkinder, Eltern, Großeltern, usw.) können erfolgversprechende individuelle und ganzheitliche Lösungsstrategien mit den Eltern entwickelt werden. Diese werden in ihrer Erziehungsverantwortung gestärkt und in der Verbesserung ihrer Erziehungskompetenz unterstützt. Die qualifizierte Unterstützung der Familienarbeit kann den Erfolg einer solchen Maßnahme nachhaltiger festigen.

Ziele des pädagogischen Konzeptes sind u. a.:

  • Elternaktivierung 
  • Stärkung und Entlastung der Eltern
  • Stärkung und Entlastung des Kindes 
  • Erhalt und Stärkung des Familiensystems für das Kind
  • Erweiterung der Handlungskompetenz innerhalb der Familie
  • Konfliktbearbeitung und Lösungsentwicklung

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