Sie sind hier: Startseite  >  Presse  >  Pressearchiv  >  Spaß mit dem Kirchenkabarett „Klüngelbeutel"

Aktuelles

Spaß mit dem Kirchenkabarett „Klüngelbeutel"

31.05.2012

Religion und Lachen – dass das wunderbar zusammenpasst, zeigte das Ensemble „Klüngelbeutel“ am Donnerstag, den 25.05. in der Erzengel-Michael-Kirche in Michaelshoven.

Das Highlight-Programm „Szenen einer Ehe – Highlights aus neun Programmen“ ist eine bunte Mischung von Nummern, die in den diversen Klüngelbeutel-Programmen in den über 20 Jahren Bestehens des Ensembles entstanden sind und die sich dabei auf der Bühne beständig weiterentwickelt haben: Szenen und Satiren aus der real-existierenden Kirche, Songs, Geschichten und Typen, die einem manchmal näher sind, als einem vielleicht selber lieb ist. Und eine gewisse Portion des unverwechselbaren Kölner Lokalkolorits gehört zu diesem Programm in der Regel auch dazu.

Als „kleine satirische Reise durch die schöne bunte Kirchenwelt“ kündigte Pfarrer Wolfram Behmenburg das zweistündige Programm an. Besonders das Verhältnis zwischen Katholiken und Protestanten nahmen die Kabarettisten zuerst unter die Lupe und dann auf die Schippe. Wolfram Behmenburg verkörperte die katholische Seite, Urlike Behmenburg die evangelische. Begleitet wurden sie von Walter Kunz am Klavier.

Bei Glaubensproblemen half Schwester Esther vom Call-Center für Glaubensreklamationen – „Lamento" – weiter. Etwa bei einem Anruf eines gewissen Herrn Kannibal aus Essen, der sich über das katholische Abendmahl beschwerte. Bei Schwester Esthers (Ulrike Behmenburg) satirischer Erläuterung der Transsubstantiation blieb kaum ein Auge trocken.

Für noch mehr Schwung in der Kirche sorgte später Theodor Schmitt (Wolfram Behmenburg), der seine Abkündigungen rappte, während „seine Gemeinde" mitschnippte.

Die rund 150 Besucher amüsierten sich prächtig. Highlight des Programms war für die meisten Zuschauer die Szene, in der die katholische und die evangelische Kirche aufgrund der verdrießlichen Finanzlage gezwungen sind, zu heiraten. Dabei trat so mancher Beziehungsstress im „ökumenischen Miteinander“ zu Tage.

Das Programm regte zum Mitlachen, aber auch zum Mitdenken an. Mit dem Fazit, dass die Religion das Lachen braucht, um sich nicht an sich selbst zu überheben.

Zurück zur Übersicht