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Unsere Geschichte Vom Verein Coenaculum zum modernen Sozialunternehmen

Die Diakonie Michaelshoven gibt es seit mehr als 60 Jahren in Köln und der Region. Unzählige Menschen haben in all dieser Zeit bei uns Hilfe, Betreuung und ein neues Zuhause gefunden. Dabei hat sich das Unternehmen in seiner Geschichte immer weiter entwickelt – räumlich, inhaltlich und menschlich.

Unsere Geschichte

Die Gründungsphase von 1950 bis 1965

Pfarrer Erwin te Reh gründet 1950 den Verein Coenaculum – Christus lädt ein!“ (coenaculum lat. Abendmahlsaal) in Stephansheide. Im selben Jahr wird dort der Grundstein für die Stephanuskapelle gelegt. Im Laufe der Zeit wird aus dem traditionellen, aber schwierig auszusprechenden Vereinsnamen Diakoniewerk Coenaculum Michaelshoven Köln e. V. die Diakonie Michaelshoven.

  • 1954 kauft der Verein im Auftrag des Evangelischen Stadtkirchenverbandes Köln Weideland in Rodenkirchen. Nach dem zweiten Weltkrieg kommen viele Flüchtlinge nach Köln, die in der völlig zerstörten Stadt kaum Unterkunft finden. Neuerrichtete Häuser in Rodenkirchen sollen Abhilfe leisten – der Anfang für die diakonischen Einrichtungen Michaelshoven. Im selben Jahr wird auch das heutige Altenwohnheim Bodelschwingh-Haus in Köln-Mülheim eingeweiht.
  • 1955 legt der Verein den Grundstein für die ersten Häuser in Michaelshoven: Haus Ruth, heute Appartementhaus für junge Menschen und Menschen mit Behinderung, Thomas-Haus und Haus Andreas, heute Bestandteil des Berufskollegs, sowie die Erzengel-Michael-Kirche und das Pfarrhaus entstehen.
  • Weitere Einrichtungen folgen: 1958 das Haus Schwesternheimat, 1959 das Markus-Haus in Michaelshoven, Wohnheim für Menschen mit Behinderung. 1961 folgt das Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Internat für körperbehinderte Schüler und 1963 das Frauenwohnheim Elisabeth-Fry-Haus. 1964 wird die Erzengel-Michael-Kirche eingeweiht.
  • 1965 errichtet die Diakonie im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus die Häuser Caspar, Melchior und Balthasar. Außerdem besucht der damalige Bundespräsident Dr. Heinrich Lübke Michaelshoven und schenkt der Diakonie die Bärenfigur, die heute noch im Park steht.

Rasantes Wachstum von 1965 bis 1985

Das bundesweite Wirtschaftswachstum erreicht auch den Diakonieverein. Das neue Selbstverständnis des Staates als Sozialstaat macht es möglich, neue Arbeitsfelder zu erschließen.

  • 1967 wird das Altenwohnheim Haus Israel fertig, das nach dem Attentat bei den Olympischen Spielen in München auf polizeilichen Rat hin in Haus Zacharias umbenannt wird.
  • 1970 entstehen das Berufsförderungswerk Michaelshoven und zugleich auch das erste dazugehörige Internat.
  • 1971 übernimmt die Diakonie das Altenheim Katharina-von-Bora-Haus am Stadtwaldgürtel.
  • 1974 erfolgt die Trennung des Diakoniewerks Coenaculum Michaelshoven vom Amt für Diakonie. Die evangelische Kirchengemeinde Michaelshoven wird gegründet. An der Brandenburger Straße 18 entsteht die erste Geschäftsstelle – bis dahin war die gesamte Verwaltung noch in das Amt für Diakonie eingebunden.
  • 1975 wird das bis heute größte Wohn- und Pflegeheim für Senioren im Kölner Raum, Haus Simeon, eingeweiht. Im selben Jahr werden das Fachseminar für Altenpflege und die Lehranstalt für Massage und Krankengymnastik staatlich anerkannt.
  • 1979 übernimmt Coenaculum als Träger Haus Segenborn, Heim für Wohnungslose im Oberbergischen Kreis.
  • 1981 geht Pfarrer Dr. Erwin te Reh in den Ruhestand, Pfarrer Eberhard Zeschnigk wird sein Nachfolger.

Vom Verein zum diakonischen Unternehmen ab Mitte der 1980er-Jahre

Der Sozialstaat der vorangehenden Jahrzehnte wandelt sich zunehmend zu einem Sozialmarkt, auf dem Angebot und Nachfrage bestimmen. Dies erfordert auch von der Diakonie Michaelshoven eine Umstrukturierung vom Verein hin zu einem diakonischen Unternehmen.

  • 1987 übernimmt Pfarrer Reinhard Hackler die Leitung des Diakoniewerks Coenaculum Michaelshoven. Im selben Jahr wird die erste Mobile Betreuung  für Jugendliche in Köln eingerichtet, die Appartements im Stadtgebiet und der Umgebung bereithält.
  • 1990 ist die Grundsteinlegung der Zentrale des Diakoniewerkes am heutigen Standort an der Sürther Straße. Zugleich erfolgt eine Umwandlung der Unternehmensstruktur in Dezernate.
  • 1991 wird die Kirchengemeinde Michaelshoven in eine Anstaltsgemeinde umgewandelt, deren Status jedoch 2007 aus Kostengründen aufgegeben wird.
  • Das Angebot erweitert sich: 1995 öffnet die Halle für Therapeutisches Reiten , 1996 wird der Ambulante Dienst Michaelshoven eingerichtet.  
  • Zwischen 1996 und 1999 modernisiert die Diakonie Michaelshoven viele Einrichtungen, darunter Haus Simeon, Bodelschwingh-Haus und Haus Segenborn.
  • 2000 eröffnet das St. Agnes Domizil mit Betreutem Wohnen für Senioren in Bonn, das jedoch neun Jahre später aus Kostengründen geschlossen werden muss.  
  • Ab 2001 ändert sich die Struktur der Diakonie Michaelshoven: Vom Sozialverein mit  Hilfs- und Unterstützungseinrichtungen wird sie zu einem modernen Sozialunternehmen mit einer Holdingstruktur. Die einzelnen Bereiche werden in Geschäftsfelder überführt, die hundertprozentige Töchter der Diakonie Michaelshoven sind.
  • 2008 wird die Stiftung einfach helfen gegründet.
  • 2010 findet die Einweihung des neuerrichteten Dietrich-Bonhoeffer-Hauses in Hürth statt und das Seniorenzentrum Präses-Held-Haus in Wesseling eröffnet.
  • 2013 wird Uwe Ufer (kaufmännisches) Mitglied des Vorstands des Diakonie Michaelshoven e.V.
  • 2015 eröffnen die beiden Senioreneinrichtungen Thomas-Müntzer-Haus und Albert-Schweitzer-Haus in Michaelshoven. Im selben Gebäude wie das ASH befindet sich zudem die neue Kindertagesstätte MorgenLand.

Die Diakonie Michaelshoven – Wie alles begann

Wie sah es in Michaelshoven und Stephansheide in dern 1950er-Jahren aus? Wie hat sich das Diakoniedorf in Köln entwickelt?

Spannende historische Aufnahmen vermitteln einen Eindruck von den Anfängen der Diakonie Michaelshoven und dem Leben damals.

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Schilder an einem Bauzaun:

"Michaelshoven
Neubau von Heimen und Wohnungen
Bauherr und Träger:
Coenaculum Heime der Inneren Mission Köln

Städtebauliche Planung, Entwurf und Bauleitung
Architekt Dipl.-Ing. Werner Haupt"

Historische Bilder