Gemeinsam für Senioren in Köln!

Ein Großteil der Senioren hat es sowieso schon schwer. Zahlreiche ältere Menschen sind einsam. Weit über die Hälfte unserer Bewohner ist an Demenz erkrankt. Viele sind von Altersarmut betroffen. Nun kam auch noch die Corona-Pandemie dazu und hat viele der Probleme noch verstärkt.

Wir dürfen die Seniorinnen und Senioren nicht vergessen!


Deshalb bemühen wir uns, kleine Freuden für die Bewohner*innen in unseren Heimen zu schaffen. Das ist gerade jetzt in der Weihnachtszeit wichtig.

Seien auch Sie dabei und unterstützen Sie die Senioren in dieser harten Zeit. Schenken Sie den alten Menschen Freude, die sie im Moment bitter nötig haben.

Wie Sie Senioren in Köln und Umgebung helfen können

Senioren in der Corona-Zeit – Geschichten

Weitere Geschichten 
Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine Seniorin bei einem Balkonkonzert.

"Von heute auf morgen konnte ich meine Kinder und Enkelkinder nicht mehr sehen."

Anna M. ist ein echt kölsches Mädchen. Sie ist fröhlich, lebensfroh und immer gut gelaunt.  Sie lebt im Albert-Schweitzer-Haus auf dem Campus der Diakonie Michaelshoven. Dieses Jahr ist Anna M. 88 Jahre alt geworden – und das genau an Rosenmontag. Wie kann es anders sein für ein echt kölsches Mädchen?

Zu ihren fünf Kindern hat Anna M. ein sehr enges Verhältnis. Abwechselnd kamen sie zu Besuch ins Albert-Schweitzer-Haus. Sie war nie allein, immer auf dem laufenden, stets in Kontakt zu ihren Liebsten.

Wie schwer der Lockdown sie getroffen hat, ist auszudenken.

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine Seniorin bei einem Balkonkonzert.

Videochats und Telefonate können persönlichen Kontakt nicht ersetzen.

Von heute auf morgen konnte sie ihre Kinder und Enkelkinder nicht mehr sehen.

Das Kontaktverbot hat Anna M. sehr getroffen. Sie fühlte sich einsam und traurig.

Zwar konnte sie über Videochats und Telefonate den Kontakt halten, doch das hat bei Weitem nicht den realen Kontakt ersetzen können.

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine Seniorin bei einem Balkonkonzert.

Ein Lichtblick – Balkonkonzerte

Ein Lichtblick für sie: Die Balkonkonzerte im Albert-Schweitzer-Haus.

Bei den kölschen Tönen von Björn Heuser konnte Anna M. dann ihre Gefühle nicht mehr zurückhalten und begann zu weinen – vor Rührung. Ein schöner Moment in einer doch sehr schweren Zeit.


Die Balkonkonzerte werden durch Spenden finanziert. Helfen Sie mit, damit wir auch weiterhin Lichtblicke für unsere Senioren zaubern können. Vielen Dank!

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine ältere Dame mit Maske blickt in die Ferne.

„Niemand denkt an die Eheleute.“

Maria K. ist 71 Jahre alt. Ihr Ehemann ist 76 und lebt seit einem Jahr im Thomas-Müntzer-Haus, auf dem Campus der Diakonie Michaelshoven. Er ist an Demenz und Parkinson erkrankt.

Fast jeden Tag geht Maria K. ihren Mann besuchen. „Ich wollte ihn unbedingt in Bewegung halten, damit er nicht so schnell auf den Rollstuhl angewiesen ist. Ich habe versucht ihn zu fördern und aktiv zu halten“, sagt sie. Sie ist eine sehr engagierte Angehörige. 

Bis zum Lockdown im März 2020. Besuchsverbot, niemand kommt in die Seniorenhäuser, die Bewohner dürfen ebenso wenig raus.

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine ältere Dame mit Maske blickt in die Ferne.

„Ich dachte anfangs nicht, wie lange ich ihn nicht würde sehen können.“

„Die Ungewissheit zu Beginn war sehr belastend. Mein Mann kann sich nicht äußern, ich hatte Sorge, wie er die Situation verarbeitet. Ich saß nervös zu Hause und konnte nichts tun.“

Anfangs habe sie nicht gedacht, dass es ganze sieben Wochen werden würden. „Ich habe jeden Tag angerufen. Die Mitarbeiter haben ihm den Hörer ans Ohr gehalten, was ja auch sehr zeitaufwendig ist. Bei Menschen mit Demenz ist telefonieren aber sehr schwierig. Ich habe ihm gezielte Fragen gestellt und nur kurze Antworten erhalten.“

Die Lage war unerträglich. „Man verlor als Angehörige völlig den Überblick und die Kontrolle über die Situation.“

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine ältere Dame mit Maske blickt in die Ferne.

Der erste Lockdown hinterließ Spuren.

Anfang Mai konnten sie das erste Mal über ein Tablet per Videochat miteinander sprechen. Irgendwann durfte sie in den Garten und ihren Mann auf dem Balkon sehen.

Die ausbleibenden Besuche seiner Frau zeigten ihre Wirkung. Er saß im Rollstuhl, da ihm Bewegung gefehlt hatte. „Durch den Lockdown kamen ja auch keine Physiotherapeuten mehr ins Haus“, sagt Maria K.

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine Seniorin betrachtet dank eines Qwiek.up Bilder an der Zimmerdecke.

Erinnerungen an gemeinsame Momente dank Qwiek.up.

Das Qwiek.up ist ein mobiles Gerät, das Bilder und Videos an die Decke oder an die Wand projiziert.

Mithilfe des audiovisuellen Projektors können Senioren mit Demenz in eine bekannte Welt eintauchen, in der sie sich wohlfühlen. Bettlägerige Bewohner können z.B. virtuell einen Spaziergang machen.

Das Qwiek.up hilft, zu entspannen und ist außerdem eine wertvolle Stütze für Bewohner, die in sich gekehrt und einsam sind.

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine Seniorin betrachtet dank eines Qwiek.up Bilder an der Zimmerdecke.

Das Qwiek war ein Segen in der Pandemie.

Frau M. ist 76 Jahre und lebt im Ernst-Christoffel-Haus in Nümbrecht. Niemand kann genau sagen, was sie mitbekommt. Sie liegt sehr viel und lautiert.

Der Lockdown war besonders schlimm für ihre Tochter, die sonst regelmäßig zu Besuch kam.

Das Qwiek war ein Segen in der Pandemie.

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine Seniorin betrachtet dank eines Qwiek.up Bilder an der Zimmerdecke.

Bilder aus der Vergangenheit brachten Frau M. zum Lächeln.

Die Tochter wurde brachte einen USB-Stick mit dem alten Super 8-Filmen aus den 70-er-Jahren, in denen die Mutter und Tochter gemeinsam zu sehen sind.

Der selbstgemachte Qwiek-Film der Tochter brachte die Mutter zum Lächeln. Per Skypetelefonie konnte die Tochter diesen schönen Moment miterleben. Das gesamte Team der Hausgemeinschaft war gerührt von diesem innigen Moment.

Wir möchten auch für unsere anderen Seniorenheime ein Qwiek up anschaffen. Hierfür benötigen wir Ihre Spende. Helfen Sie mit, Senioren mit Demenz diese wertvolle Erfahrung zu ermöglichen. Herzlichen Dank!

Daten und Fakten

Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine ältere Dame mit Gehstock sitzt in einem Heim.

Alte Menschen in Heimen

In Deutschland gibt es ca. 14.500 Seniorenheime. Dort leben etwa 800.000 ältere Menschen. In Köln leben ca. 7.800 Senioren in 94 Heimen. Durch Corona leiden sie unter vielen Einschränkungen. Viele Bewohner*innen sind zudem von Altersarmut betroffen.

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Starke Einschränkungen durch die Corona-Pandemie

In den sechs Seniorenheimen der Diakonie Michaelshoven leben 460 ältere Männer und Frauen. Sie alle sind von den Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie betroffen. In Köln haben wir 4 Häuser, außerdem gibt es ein Heim in Wesseling und eines in Nümbrecht.

In unseren Altenheimen ist der Anteil an älteren Damen hoch: Etwa drei Viertel der Bewohner und Bewohnerinnen sind Frauen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Generell ist die Lebenserwartung von Frauen höher als die von Männern. Viele Frauen, die bei uns leben, haben ihren Mann gepflegt bevor sie selbst pflegebedürftig wurden.

Frauen besonders von Altersarmut betroffen

Übrigens sind Frauen deutlich häufiger von Altersarmut betroffen. Das liegt insbesondere daran, dass viele Frauen der älteren Generationen nur sehr geringe Rentenansprüche haben. Viele von ihnen haben in ihrem Leben kaum sozialversicherungspflichtig gearbeitet.

Insgesamt sind etwa 70% der Bewohnerinnen und Bewohner in unseren Heimen altersarm. Sie müssen sich oft jede Kleinigkeit vom Mund absparen.


Im Rahmen von Vergissmeinnicht sammeln wir auch Spenden, um die von Altersarmut Betroffenen zu unterstützen.

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Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Ein älterer Herr mit Mundschutz blickt aus einem Fenster.

Einsamkeit von Senioren

Einsamkeit ist leider ein großes Thema in Seniorenheimen. Das erleben auch wir in unserer Arbeit Tag für Tag. Viele Bewohner*innen bekommen selten oder in nicht wenigen Fällen nie Besuch. Corona verschärft die Situation sogar noch mehr.

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Einsamkeit von Senioren

Etwa ein Drittel der Bewohner*innen bekommen keinen Besuch. In einem unserer Häuser liegt der Anteil sogar bei fast 80%!

Dies ist eine sehr traurige Tendenz. Die Betroffenen leiden darunter, ihren Lebensabend ohne Angehörige verbringen zu müssen.

Ein Teil der Menschen ohne Angehörige bekommt regelmäßig Besuch von Ehrenamtlichen. Das tut den Bewohnern und Bewohnerinnen sehr gut. Mit den Ehrenamtlichen können sie spazieren gehen oder einfach bei einer Tasse Kaffee ein wenig plaudern.

 

Die Corona-Pandemie hat die Einsamkeit der Seniorinnen und Senioren extrem verschärft. Während des Lockdowns im Frühjahr durften keinerlei Besucher in die Heime – weder Angehörige noch Ehrenamtliche. Auch jetzt müssen die Besuche eingeschränkt werden.

Darunter leiden die Menschen sehr. Wir bemühen uns, alternative Angebote zu schaffen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern kleine Freuden im tristen Alltag zu ermöglichen – z.B. Balkonkonzerte oder Spielenachmittage in den Wohngruppen. Diese Angebote können nur dank Spenden ermöglicht werden.

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Spendenkampagne Vergissmeinnicht 2020: Eine Person mit Demenz beim Puzzeln.

Menschen mit Demenz

In Deutschland sind etwa 1,6 Millionen Menschen an Demenz erkrankt*. Die Tendenz steigt. Diese Entwicklung beobachten wir auch in unseren Häusern. Etwa 70% unserer Bewohner*innen in unseren sechs Seniorenheimen haben eine Demenz.

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Menschen mit Demenz

Etwa 70% unserer Bewohner haben eine Demenz. Manche von ihnen sind noch recht fit und haben viele klare Momente, andere sind schwer erkrankt und völlig in ihrer eigenen einsamen Welt versunken. „Demenz“ bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt „weg vom Geist“ oder „ohne Geist“.

Es gibt verschiedene Formen der Demenz. Sie alle sind dadurch geprägt, dass sich die geistigen Fähigkeiten verschlechtern. Die Erkrankung verläuft fast immer irreversibel und dauert bis zum Tod an.

Unsere Bewohner und Bewohnerinnen mit Demenz leiden ganz besonders stark unter der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen. Sie können nicht verstehen, warum sie keinen Besuch mehr bekommen und warum manche Freizeitaktivitäten nicht mehr stattfinden.

Manche waren verängstigt, weil die Mitarbeitenden plötzlich alle eine Maske trugen. Darüber hinaus können während Corona viele wichtige Therapie-Angebote nicht mehr stattfinden.

Wir bemühen uns, alternative Möglichkeiten zu finden. Die wöchentliche Tanztherapie findet nun z.B. nicht mehr mit allen gemeinsam im Aufenthaltsraum statt, sondern per Videoübertragung in den einzelnen Wohneinheiten.

*Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

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Schenken Sie Freude!

Corona macht uns allen zu schaffen. Senioren in Pflegeheimen leiden ganz besonders unter der Pandemie.

Schenken auch Sie Senioren in dieser schwierigen Zeit eine kleine (oder große) Freude!

In der Wunschliste sehen Sie, was mit Ihrer Spende bewirkt werden kann.

Wünsche bis 50 Euro:

  • Unterhaltungspaket mit Klatschzeitschriften & Rätselheften (20 Euro)
  • Decke, damit ein Senior beim Lüften im Gemeinschaftsraum nicht friert (25 Euro)
  • Tannenbaum für eine Hauswohngemeinschaft (50 Euro)
  • Rollstuhldecke (50 Euro)

 

Wünsche bis 250 Euro:

  • Brett- und Gesellschaftsspiele für ein Pflegeheim (100 Euro)
  • Drei Einheiten Sitzgymnastik mit einer Trainerin für die Beweglichkeit (100 Euro)
  • Lesebrille für eine altersarme Seniorin (150 Euro)
  • Balkonkonzert für ein Pflegeheim (250 Euro)

Wünsche bis 700 Euro:

  • Zeitungs-Abo für eine Tageszeitung, das sich mehrere Bewohner teilen (450 Euro)
  • Adventscafé in einem Seniorenheim (500 Euro)
  • Tablet für Videotelefonie mit Angehörigen oder Ehrenamtlichen (500 Euro)
  • Beamer + Leinwand für Filmnachmittage in den Wohngruppen (700 Euro)

Wünsche ab 1.000 Euro:

  • 2 Trennwände, damit Bewohner im Foyer des Heims Besuch empfangen können (1.000 Euro)
  • Qwiek Up: Audiovisueller Projektor für Menschen mit Demenz (6.000 Euro)

    Vergissmeinnicht – Gemeinsam für Senioren in Köln

    Ihre Spende hilft!

    Mit Ihrer Spende unterstützen Sie Senioren und schenken Freude. Jede Spende zählt.

    Sie können hier einfach und sicher online spenden oder eine Überweisung auf unser Spendenkonto machen.

    Stiftung der Diakonie Michaelshoven
    IBAN: DE77 3506 0190 0000 1113 33
    Verwendungszweck: Vergissmeinnicht

    Wenn Sie bei der Überweisung Ihre Adresse angeben, schicken wir Ihnen eine Spendenbescheinigung fürs Finanzamt.