„Gemeinsam gegen Altersarmut!“

Björn Heuser

"Die Aktion #vergissmeinnicht, die wir 2016 mit der Diakonie Michaelshoven ins Leben gerufen haben, haben wir nicht vergessen. Denn Altersarmut ist leider immer noch ein großes Thema hier in Köln und Umkreis und im Rest der Republik. Und es hat sich bisher nicht besonders viel getan. Inzwischen haben die Rentner 114,48 Euro im Monat. Alles, was über Wohnen, Essen und Trinken hinausgeht, müssen sie von diesem kleinen Betrag bezahlen. Man kann sich vorstellen, das macht das Leben nicht besonders lebenswert. Altersarmut isoliert. Altersarmut macht krank. Und wir alle können helfen. Denn unsere Alten haben es mehr als verdient. Wir dürfen sie nicht vergessen, denn ohne sie sähe die Stadt ganz anders aus. Danke für Eure Unterstützung."

Euer Björn Heuser
(Kölner Musiker)

„Björn Heuser ist dabei #VERGISSMEINNICHT“

„Gemeinsam gegen Altersarmut!“

Björn Heuser

Heinz N. (76) hat fast fünfzig Jahre lang gearbeitet. Von dem monatlichen Taschengeld von 109,08 Euro muss er den Friseur, Fußpflege, Körper- und Haarpflegeprodukte, Telefonkosten und vieles mehr bezahlen. Das Geld reicht oft hinten und vorne nicht. Deshalb ist der Kölner Musiker Björn Heuser mit ihm einkaufen gegangen. Gemeinsam haben sie auch Bickendorf, das Veedel, wo Heinz N. früher lebte, besucht. Und zum Abschluss gab es sogar Freudentränen …

#VERGISSMEINNICHT

„Björn Heuser erfüllt Wünsche“

„Gemeinsam gegen Altersarmut!“

Björn Heuser

In diesem Erklärvideo erfahrt Ihr, warum die Diakonie Michaelshoven Spenden für viele Senioren in Pflegeheimen sammelt.

Unterstützt uns! Gemeinsam gegen Altersarmut in Köln!

Wofür kann ich spenden?

„Gemeinsam gegen Altersarmut!“

Björn Heuser

Auch die kölsche Gruppe Miljö unterstützt unseren Aufruf, arme ältere Menschen in Köln und der Region zu unterstützen.

Denn leider ist Köln trauriger Spitzenreiter in Sachen Altersarmut.

Ihr möchtet etwas dagegen unternehmen? Dann unterstützt unsere Aktion #VERGISSMEINNICHT – Gemeinsam gegen Altersarmut!

Miljö unterstützen unsere AKtion #VERGISSMEINNICHT

ALTERSARMUT – Geschichten

Weitere Geschichten 

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal von so wenig Geld leben muss.“

Gerdi H. (85 Jahre)

Gerdi H. lebt seit 9 Jahren im Pflegeheim. „Hier geht es mir wieder gut“, sagt sie. Zuvor litt sie unter starken Depressionen. Ihr ganzes Leben lang hat sie gekellnert, dennoch reicht die Rente nicht für die Pflegekosten. Deshalb erhält sie Grundsicherung im Alter. Das Taschengeld reicht nur für das Nötigste. Dabei würde sie so gerne mal einen Ausflug machen und sich ein FC-Spiel anschauen.

Hier seht Ihr das ganze Interview mit Gerdi H.

„Ich würde gerne noch mal auf die Hohe Straße.“

Frau M. (72 Jahre)

Nach der Schule hat die Kölnerin Frau M. viele Jahre als Verkäuferin gearbeitet. Später putzte sie u.a. in Diskotheken und Modeläden. Dann wurde sie jedoch schwer krank und konnte nicht mehr arbeiten. Seit einem Jahr lebt sie im Pflegeheim. Auch Frau Müller erhält Grundsicherung im Alter und muss von ihrem Taschengeld den Friseur, die Fußpflege, Körper- und Haarpflegemittel, nicht verschreibungspflichtige Medikamente und vieles mehr bezahlen.

Hier seht Ihr das ganze Interview mit Frau M.

„Ich gönne mir mal was Süßes.“

Katharina S. (74 Jahre)

Katharina S. verlebte eine glückliche Kindheit auf einem Bauernhof in Berzdorf. Später arbeitete sie bei der Kölner Schokoladenfabrik Stollwerck an einer Maschine zur Schokoladenherstellung. Doch dann schloss die Firma und sie kam ein Jahr später ins Pflegeheim. „Ich wünsche mir dass ich gesund bleibe und noch ganz alt werde“, sagt die 74-Jährige. Auch Katharina S. muss sich Kleinigkeiten, die das tägliche Leben bereichern, oft vom Munde absparen.

Hier seht Ihr das ganze Interview mit Katharina S.

Daten und Fakten zur Altersarmut

Et es wie et es – Köln ist trauriger Spitzenreiter in Sachen Altersarmut

Jedes Jahr steigt die Zahl der altersarmen Senioren. In Köln ist die Lage besonders dramatisch: Der Anteil der Senioren, die auf Unterstützung des Sozialamtes angewiesen ist, liegt mehr als doppelt (!) so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Die Dunkelziffer liegt vermutlich noch höher.

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Wenn die Rente nicht mehr zum Leben reicht …

Frauen eher von Altersarmut betroffen

Arm und pflegebedürftig

Gründe für Altersarmut

Es gibt verschiedene Gründe für die wachsende Altersarmut:

    • Es arbeiten immer weniger Menschen ein Leben lang durchgängig in Vollzeit. Die Arbeitslosigkeit hat zugenommen, genauso wie Teilzeitarbeit und befristete und geringfügige Beschäftigungsformen.
    • Viele Frauen haben aufgrund von Fehlzeiten, in denen sie Kinder groß gezogen haben, häufig nur geringe oder keine Rentenansprüche.
    • Auch die Politik hat durch die Absenkung des Rentenniveaus im Rahmen von Reformen für eine Verschärfung der Altersarmut gesorgt.

      Armut macht krank

      Armut macht sich jedoch nicht nur finanziell bemerkbar, sondern hat oftmals auch gesundheitliche und soziale Folgen.

      Menschen, die in Armut leben, sind erwiesenermaßen wesentlich öfter krank als jene, die nicht von Armut betroffen sind. Sie erkranken aufgrund von sozialer Isolation, psychischen Belastungen, emotionalen Störungen und negativem Stress. Dies kann zu gesundheitlichen Problemen, wie Herzerkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden sowie Bluthochdruck oder Schlafstörungen, führen.

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      Haben die Senioren in den Pflegeheimen nicht alles, was sie brauchen?

      Auch wenn eine Grundversorgung gesichert ist, müssen die Bewohner dennoch viele Dinge selbst kaufen. Keine Luxusgüter, sondern notwendige Alltagsprodukte, die ein klein wenig mehr Lebensqualität bieten.

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      Haben die Senioren in den Pflegeheimen nicht alles, was sie brauchen?

      Das monatliche Taschengeld für Bewohner, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, beträgt derzeit 114,48 Euro. Davon müssen unter anderem folgende Dinge bezahlt werden:

      • Nicht verschreibungspflichtige Medikamente
      • Körper- und Haarpflegemittel (über den einfachsten Bedarf hinaus)
      • Friseurbesuche, Fußpflege
      • Reinigung und Reparatur von Schuhen und Kleidung
      • Beschaffung von Wäsche und Hausrat von geringem Anschaffungswert
      • Bedarf des täglichen Lebens (Zeitschriften, Bücher, Postgebühren, Genussmittel, Schreibwaren, Tickets für den Nahverkehr)
      • Kosten für Telefon, Fernseh- und Radiogeräte, Sessel, Bilder, Reisen

      Auch die Teilnahme an Aktivitäten außerhalb des Pflegeheims muss selbst bezahlt werden. Das Geld reicht beispielsweise nicht aus, ein Konzert zu besuchen, ins Kino zu gehen oder sich einfach mal mit Angehörigen oder Bekannten in einem Café zu treffen. Selbst die Fahrt zum Friedhof, um einen verstorbenen Verwandten zu besuchen, können sich einige nicht leisten.

      Damit diese Menschen nicht gesellschaftlich isoliert werden, finanziert die Stiftung der Diakonie Michaelshoven viele wichtige Projekte und Veranstaltungen, wie beispielsweise Singkreise, Tanzstunden und Ausflüge.

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      Wir fragen nach: Was bekommt man für 114,48 Euro?

      Wir haben zwei Bewohner aus unseren Pflegeheimen gebeten, uns ihre monatlichen Einkäufe offenzulegen. Sie haben Buch geführt. Das Ergebnis: Das Geld reicht noch nicht mal für den Grundbedarf!

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      Wir fragen nach: Was bekommt man für 114,48 Euro?

      Wir haben zwei Bewohner gebeten, uns ihre monatlichen Einkäufe offenzulegen. Es geht bei dieser Aufrechnung nicht darum, dass eine Zahnbürste im Zweifel länger hält als einen Monat. In diesen Listen zeigt sich jedoch, was „Lebensqualität“ für jeden individuell bedeutet. Und wie wenig es zum Teil braucht, damit sich ein Mensch wohlfühlt, dem Tag positiv entgegenblickt und sich stattdessen nicht zurückzieht und still verzweifelt. Nicht aufgelistet sind natürlich Aktivitäten außerhalb der Einrichtungen, wie z.B. ein Konzertbesuch, da dafür das Geld nie reicht.

      15,00 EUR

      Fußpflege

      15,00 EUR

      Friseur (alle 4 Wochen, 15 Euro)

      12,00 EUR

      Telefonkosten

      1,29 EUR

      Zahnbürste (vom Discounter)

      0,65 EUR

      Zahnpasta (vom Discounter)

      2,59 EUR

      Haftcrème (vom Discounter)

      2,29 EUR

      Gebissreiniger (vom Discounter)

      2,45 EUR

      Gesichtscrème (vom Discounter)

      0,69 EUR

      Duschgel (vom Discounter)

      1,59 EUR

      Schuppenshampoo (vom Discounter)

      0,55 EUR

      Deo (vom Discounter)

      3,99 EUR

      Rasierklingen (Drogeriemarkt)

      1,70 EUR

      Rasierschaum (vom Discounter)

      2,45 EUR

      After Shave (vom Discounter)

      0,65 EUR

      Lippenpflegestift gegen trocken Lippen (vom Discounter)

      1,49 EUR

      Handcreme für trockene Hände (vom Discounter)

      1,29 EUR

      Feuchtes Toilettenpapier (vom Discounter)

      1,89 EUR

      Taschentücher (vom Discounter)

      2,99 EUR

      Hustenbonbons aus der Apotheke

      10,20 EUR

      2 KVB-Vierertickets, um einmal wöchentlich in der Innenstadt einzukaufen

      8,08 EUR

      Verdauungstropfen (aus der Apotheke, nicht verschreibungspflichtig)

      9,51 EUR

      Weissdorn-Tabletten fürs Herz (aus der Apotheke, nicht verschreibungspflichtig)

      9,58 EUR

      2 x Magen-Heiltee (aus der Apotheke, nicht verschreibungspflichtig)

      7,44 EUR

      Schmerzgel für Rückenschmerzen (aus der Apotheke, nicht verschreibungspflichtig)

      5,00 EUR

      Instandhaltung von Schuhe und Wäsche (Schneider, Schuster, insgesamt 60 Euro/Jahr)

      2,98 EUR

      Pro Woche 1 Tafel Schokolade mit Nüssen

      3,00 EUR

      Eine Fußballzeitschrift im Monat

      126,34 EUR

      Summe

      114,48 EUR

      Vorhandenes Taschengeld

      11,86 EUR

      Differenz

      15,00 EUR

      Fußpflege

      13,33 EUR

      Friseur (alle 6 Wochen, 20 Euro)

      10,00 EUR

      Telefonkosten

      1,29 EUR

      Zahnbürste (vom Discounter)

      0,65 EUR

      Zahnpasta (vom Discounter)

      2,59 EUR

      Haftcrème (vom Discounter)

      2,29 EUR

      Gebissreiniger (vom Discounter)

      2,45 EUR

      Gesichtscrème (vom Discounter)

      0,69 EUR

      Duschgel (vom Discounter)

      0,75 EUR

      Shampoo (vom Discounter)

      0,55 EUR

      Deo (vom Discounter)

      3,49 EUR

      Körperlotion gegen trockene Haut  (vom Discounter)

      2,75 EUR

      Slipeinlagen (vom Discounter)

      1,29 EUR

      Feuchtes Toilettenpapier (vom Discounter)

      1,89 EUR

      Taschentücher (vom Discounter)

      9,94 EUR

      Nasentropfen (2 Fläschchen, aus der Apotheke, nicht verschreibungspflichtig)

      12,95 EUR

      Augentropfen (1 Flasche, aus der Apotheke, nicht verschreibungspflichtig)

      18,24 EUR

      Medikament Nagelpilz (aus der Apotheke, nicht verschreibungspflichtig)

      9,99 EUR

      Herz-Kreislauf-Tropfen (aus der Apotheke, nicht verschreibungspflichtig)

      3,50 EUR

      Schreibwaren, Briefmarken für Briefe an alte Freunde und Familie

      5,00 EUR

      Instandhaltung von Schuhe und Wäsche (Schneider, Schuster, insgesamt 60 Euro/Jahr)

      9,95 EUR

      Ein Taschenbuch im Monat

      3,00 EUR

      Einmal in der Woche etwas frisches Obst

      2,20 EUR

      Einmal im Monat ein Eiskaffee im angrenzenden Café

      133,78 EUR

      Summe

      114,48 EUR

      Vorhandenes Taschengeld

      19,30 EUR

      Differenz

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      Werde zum Wunscherfüller!

      Jede Biografie ist geprägt von guten und schlechten Zeiten, von Erfolgskurven und Schicksalsschlägen. Jeder Mensch, der Grundsicherung im Alter bekommt, hat seine eigene Geschichte. Oft steht dahinter ein schweres Schicksal. Bereits mit einer kleinen Spende kannst du diesen Senioren, die so viel für Köln geleistet haben, etwas mehr Lebensqualität und Würde schenken.

      Hier siehst du Beispiele dafür, mit welchem Betrag du welche Wünsche erfüllen kannst. Wir sorgen dafür, dass die Wünsche so schnell wie möglich verwirklicht werden.

      Wünsche bis 25 Euro:

      • Körper- und Haarpflegemittel (10 Euro)
      • Fußpflege oder Friseur (15 Euro)
      • Woll- oder Tagesdecke (25 Euro)

      Wünsche bis 100 Euro:

      • Rollstuhldecke (50 Euro)
      • Besuch eines klassischen Konzerts für 3 Senioren (60 Euro)
      • Brett- und Gesellschaftsspiele für ein Pflegeheim (100 Euro)

      Wünsche bis 200 Euro:

      • Lesebrille (150 Euro)
      • Sessel mit Hocker (150 Euro)
      • Ein ganzes Jahr Fußpflege für einen Senior (180 Euro)

       

      Wünsche bis 500 Euro:

      • Schiffstour auf dem Rhein für 20 Senioren (200 Euro)
      • Besuch eines Puppenspielers im Pflegeheim (360 Euro)
      • Fest für ein Pflegeheim, z.B. zu Nikolaus oder Karneval (500 Euro)

       

      Wünsche über 1.000 Euro:

      • Eine Woche Ferien in der Eifel für 6 Bewohner (1.000 Euro)
      • Besuch im Kölner Zoo mit Kaffee und Kuchen für einen Großteil der Bewohner eines Pflegeheims (1.500 Euro)

       

        #Vergissmeinnicht

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        Stiftung der Diakonie Michaelshoven
        IBAN: DE77 3506 0190 0000 1113 33
        Verwendungszweck: Altersarmut

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