Kein Karneval ohne EDELGARD

edelgard team unterwegs beim kölner karneval

Das Projekt EDELGARD zieht Bilanz: Auch in der diesjährigen Session war der Einsatz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt unverzichtbar. Besonders bei jungen Feiernden verzeichneten die Teams einen deutlich erhöhten Beratungsbedarf.

Bilanz in Zahlen & Fakten

Reichweite: Die Teams von EDELGARDmobil erreichten in Hotspots wie der Südstadt, dem Zülpicher Platz und dem Brüsseler Platz über 4.700 Personen.

Beratung: Viele junge Menschen nutzten die niederschwellige Ansprache direkt auf der Straße, um über Erlebnisse zu berichten oder Hilfe zu suchen.

Zusammenarbeit: Die Vernetzung mit Polizei und Sanitätskräften funktionierte reibungsloser denn je, was Betroffenen den Weg in die Beratung erleichterte.

Neue Herausforderungen & Forderungen

Trotz positiver Resonanz beobachtet das Team eine Zunahme von aggressivem Verhalten und Antifeminismus im öffentlichen Raum. Um die Sicherheit für Mädchen, Frauen und queere Personen (FLINTA*) zu erhöhen, fordert EDELGARD:

1. Sichere Infrastruktur: Konsequente Trennung von Mobiltoiletten (FLINTA*/Männer) und die Besetzung mit geschultem Sicherheitspersonal.

2. Awareness in der Gastro: Bars und Kneipen sollten verstärkt auf Awareness-Konzepte und geschultes Personal setzen.

Warum das wichtig ist

Aktuelle Studien (wie die BKA-Studie „LeSuBiA“) belegen, dass sexuelle Belästigung oft im Dunkelfeld bleibt – über 50 % der jungen Frauen gaben an, in den letzten Jahren Belästigung mit Körperkontakt erlebt zu haben.

Die Finanzierung von EDELGARD läuft Ende des Jahres aus. Doch die Bilanz zeigt deutlich: Ein sicheres Köln – besonders an Karneval – ist ohne dieses Engagement kaum denkbar.

Mehr Infos finden Sie auf edelgard.koeln.