Autismus

Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung

Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) brauchen eine besondere Betreuung. Oft können diese den Alltag nicht selbst regeln oder sich an Strukturen halten. Wir bieten viele Angebote für junge Menschen mit ASS: von der stationären Therapie bis hin zur ambulanten Versorgung. Dabei arbeiten unsere Mitarbeitenden u.a. mit dem TEACCH-Ansatz.

Wohngruppen für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung

In 3 Wohngruppen (WG) betreuen wir Kinder und Jugendliche mit ASS:

  • In der WG Breider Straße in Rösrath werden Jungen und Mädchen mit Asperger Autismus und frühkindlichem Autismus im Sinne des „High Functioning Autismus“ betreut.
  • In der AWG Forsbach in Rösrath werden Jungen und Mädchen von 14 bis 18 Jahren mit stark ausgeprägten autistischen Störungen betreut.
  • Auch in der Wohngruppe BWG Troisdorf/VWG Zur Gerberei begleiten wir junge Menschen mit Störungen aus dem Autismus-Spektrum.
Junge mit Autismus guckt aus dem Fenster
Wir bieten Ihnen passende Angebote für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung

Welt-Autismus-Tag 2020

Am 02.04.2020 ist Welt-Autismus-Tag

Der diesjährige Welt-Autismus-Tag findet, wie nahezu alles in diesen Tagen, unter den besonderen Bedingungen der SARS-CoV-2-Pandemie statt.

Diese Pandemie stellt für alle Menschen eine große Herausforderung dar.

Menschen mit einer Autismus Spektrum Störung (ASS), die diagnosebedingt häufig Schwierigkeiten mit Veränderungen zeigen, sind davon in besonders gravierender Weise betroffen: z. B. durch eine extrem veränderte Tagesstruktur (Wegfall von Schule, Werkstatt, Arbeit, extreme Einschränkung im Kontext von Freizeitgestaltung und Bewegungsfreiheit, …). Hier gilt es weiterhin, verlässliche Strukturen zur Verfügung zu stellen, beispielsweise indem Alternativen in Form von Spaziergängen angeboten werden (selbstverständlich unter Berücksichtigung der aktuellen Kontakteinschränkungen).

Wir möchten aber in diesem Artikel – ganz im Sinne des Welt-Autismus-Tages – die Personen, die wir in unseren autismusspezifischen Wohngruppen begleiten, selbst zu Wort kommen lassen, um zu erfahren, wie sie das Leben unter dem Einfluss der Pandemie empfinden. Da einige mit Namen genannt werden wollten, andere jedoch nicht, haben wir uns entschieden, grundsätzlich auf Namensnennung zu verzichten und eine Zitatcollage erstellt:

Leben unter Corona bedeutet für mich:

  • „Alleine sein, Abriegelung von der Außenwelt, meine Familie nicht zu sehen, Hilflosigkeit, mit den Problemen umzugehen und sich damit zu befassen.“    
  • „Langeweile, Stress, viel zu viele Schulaufgaben, viel zu wenig Kontakt zu Freunden, viel zu viele Gedanken, man macht sich zu viele Sorgen, viel zu wenige Beschäftigungsmöglichkeiten.“
  • „Gefangenschaft, Angst, Traurigkeit (weil ich nicht in die Werkstatt gehen kann), ich bin sauer.“
  • „Einschränkungen, Stress, Ungewissheit.“
  • „Langweilig, öfters Streit in der Gruppe, genervt.“
  • „Dass viele gewohnte Dinge nicht mehr so gehen wie vor Corona, zum Beispiel einkaufen, Termine wie Visite oder Arbeiten. Aber auch, sich über Leute zu ärgern, die 20 Packungen Toilettenpapier kaufen. Hätten die Leute keine Hamstereinkäufe gemacht, hätten wir für alle mehr als genug.“

Wir danken den Jugendlichen und jungen Erwachsenen für den Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt und versuchen, gemeinsam mit ihnen einen Weg durch diese herausfordernde Zeit zu finden.

Patric Selbach (Bereichsleiter)

Selbstständiges Wohnen für junge Männer mit ASS

In der Pulvermühle in Waldbröl lernen junge Männer von 16 bis 27 Jahren, selbstständig zu werden. Ziel dabei ist es, sie auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Sie lernen nicht nur, ihren Alltag zu strukturieren, sondern auch Bewerbungen zu schreiben. Wir helfen auch bei der Suche nach einem Praktikum oder einer Ausbildung. Damit sie später ein eigenständiges Leben führen können.

Mobilé – Förderzentrum für Heilpädagogik

Die Angebote des internen Fachdienstes „Mobilé“ richten sich an junge Menschen (bis 27 Jahre) mit ASS, die ein stark herausforderndes Verhalten und eingeschränkte soziale Fähigkeiten zeigen. Dabei sollen die Kompetenzen der Betroffenen erweitert werden. Dazu gehören u.a. folgende Angebote:

  • Das Team Autismus Förderung (TAF) unterstützt Kinder und Heranwachsende von 6 bis 27 Jahren durch stundenweise Begleitung und heilpädagogische Förderung im 1:1-Kontakt.
  • Der Prozess Individuelle Arbeitsförderung (PIA) hilft jungen Menschen, in das Berufsleben einzusteigen. PIA ist ein Bindeglied zwischen Schule und Beruf. Junge Menschen können sich dabei in einigen Berufsfeldern ausprobieren. Ebenso gibt es die PIA-Studienbegleitung, die junge Menschen mit seelischer Beeinträchtigung beim Studium unterstützt.
  • Der Prozess Individuelle Tagesstruktur (PIT) unterstützt junge Menschen dabei, wieder in die Schule zu gehen.

Unser Psycho-Sozialer Dienst (PSD) richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 6 und 27 Jahren, die Hilfen nach §§ 34, 35a und 41 SGB VIII benötigen. Wir wollen junge Menschen stabilisieren oder zur Aufnahme eines psychotherapeutischen Angebotes motivieren. Die Vernetzung mit der pädagogischen Arbeit in den Wohngruppen und mit den Familien steht dabei im Fokus.

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