Diakonie Michaelshoven feiert Richtfest für zukunftsweisendes Bauprojekt

beim richtfest waren die geschäftsführer mit vorstand.

Die Diakonie Michaelshoven feierte mit über hundert Gästen aus Politik, Sozialwirtschaft und Gesellschaft das Richtfest für fünf neue Gebäude auf ihrem Campus in Köln-Rodenkirchen. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 55 Millionen Euro entsteht ein zukunftsweisendes und vielfältiges Wohn- und Bildungsangebot für verschiedene Zielgruppen.

Die Neubauten umfassen unter anderem eine moderne Senioreneinrichtung mit 120 Pflegeplätzen, eine dreizügige Pflegeschule für rund 200 Auszubildende sowie 124 Appartements und 13 Wohngruppen für Menschen mit Behinderung, Pflegeschülerinnen und -schüler sowie Teilnehmende des Berufsförderungswerks Köln. Insgesamt werden hier voraussichtlich ab Spätsommer 2026 künftig rund 300 Menschen leben und 225 junge Menschen ausgebildet.

Die neuen Gebäude entstehen auf dem Gelände des ehemaligen Hauses Simeon, das einst das größte Kölner Altenheim war. Bei der Planung wurde besonderes Augenmerk auf moderne Architektur und Lebensqualität gelegt: So zeigt keines der Bewohnerzimmer nach Norden, sondern alle zur Sonne. Die Gesamtwohnfläche beträgt rund 14.000 Quadratmeter. Für den Betrieb der neuen Einrichtungen werden über 300 Mitarbeitende zusätzlich eingestellt.

„Es sind fünf Gebäude, die für Menschen gebaut werden – für ihre Würde, ihre Entwicklung und ihre Teilhabe“, betonte Prof. Uwe Ufer, kaufmännischer Vorstand der Diakonie Michaelshoven. Die umfangreiche Baumaßnahme sei die Folge einer sehr erfolgreichen Unternehmensstrategie, die seit einigen Jahren konsequent gelebt und umgesetzt wird. „Diese Gebäude werden nicht nur Wände haben, sondern auch offene Türen. Sie werden nicht nur Dächer haben, sondern Geborgenheit bieten. Und sie werden nicht nur Räume schaffen, sondern auch Beziehungen und Begegnungen.“

Andreas Wolter, Bürgermeister der Stadt Köln, sagte: „2024 hat die Diakonie Michaelshoven den Grundstein für etwas gelegt, das heute sichtbar wächst und bald das Leben vieler Menschen bereichern wird.“ „In einer Stadt wie Köln, in der die Nachfrage nach Pflegeangeboten stetig wächst, ist dies ein enorm wichtiger Beitrag zur Entlastung unserer Pflegeinfrastruktur. Gerade in einer Zeit, in der eine dramatische Unterversorgung in der stationären Pflege droht und der Wohnungsmarkt angespannt ist, ist dies ein Geschenk für die Stadt Köln.“

Auch Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, zeigte sich beeindruckt: „Sie schaffen es hier, erfolgreich zu arbeiten, und das möchte ich wertschätzen. Dieses Ergebnis würde ich gerne mitnehmen und anderen präsentieren – als beispielhaft, als vorbildlich, als absolut klasse, was Sie hier tun. Ich möchte mich von ganzem Herzen bedanken, und zwar nicht nur bei denjenigen, die das an führender Stelle organisiert haben, sondern auch bei den Kolleginnen und Kollegen, die den Laden hier insgesamt am Laufen halten.“

Der theologische Vorstand der Diakonie Michaelshoven, Rainer Schmidt, sprach den Segen für die neuen Gebäude. In seiner Ansprache betonte er, dass es bei diesem Bauvorhaben nicht nur um Räume und Strukturen gehe, sondern vor allem um die Beziehungen, die in diesen neuen Gebäuden entstehen werden. 

Der traditionelle Richtspruch des Zimmermanns durfte beim Festakt nicht fehlen. Mit dem Zerschmettern des Glases wurde symbolisch eine gute Zukunft für die neuen Gebäude besiegelt.