Zukunft der Pflege im Fokus

Pflegebevollmächtigte Katrin Staffler zu Besuch.

Heute hat die Diakonie Michaelshoven die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler, begrüßt. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Zukunft der Pflege: von neuen Wohnformen und digitalen Lösungen bis hin zu ganzheitlichen Versorgungspfaden.

„Pflege neu gestalten – gemeinsam mit starken Partnern“

Vorstand Prof. Uwe Ufer und Geschäftsführer Christian Potthoff stellten die zentralen Zukunftsthemen in der Pflege vor, unter anderem moderne Wohn- und Pflegekonzepte, die die Selbstständigkeit der Bewohner und Kunden fördern, sowie neue Versorgungswege, die in Kooperation mit der Uniklinik Köln Medizin und Pflege enger verzahnen. Außerdem wurde das Konzept eines Begegnungscenters vorgestellt, das Bewegung, Genuss und Gemeinschaft zu festen Bestandteilen des Alltags machen. Die Digitalisierung spielt weiterhin eine große Rolle in der Pflegezukunft: von Assistenzrobotik über Telepflege bis zu digitalen Antragsverfahren, die Pflegekräften Zeit verschaffen und Angehörigen Transparenz bieten.

Prof. Uwe Ufer hob dabei hervor: „Wir investieren jeden Euro Gewinn in die Unterstützung bedürftiger Menschen. Gleichzeitig beobachten wir mit Sorge, dass Pflegekosten durch staatliche Übersteuerung in Höhen steigen, die kaum jemand noch tragen kann.“

Fachkräfte gewinnen – Menschen Heimat geben

Ein weiterer Schwerpunkt war das erfolgreiche Auslandsrecruiting der Diakonie Michaelshoven. Durch intensive Begleitung, Buddy-Programme und eine gelebte Willkommenskultur gelingt die nachhaltige Integration internationaler Fachkräfte. Diese Entwicklung wurde von allen Beteiligten als zentraler Baustein für die Zukunftssicherung der Pflege betont. Dafür ist allerdings auch ein kritischer Blick auf die bürokratischen Hürden zu werfen, die die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland erschweren.

Impulse für den Zukunftspakt Pflege

Zum Abschluss stellten Prof. Uwe Ufer und Christian Potthoff ihre Positionen zum Zukunftspakt Pflege vor. Darin betonen sie unter anderem die Bedeutung von Prävention, digitaler Unterstützung, ganzheitlicher Versorgung sowie einer Kultur des Vertrauens statt bürokratischer Hürden.

Die Pflegebevollmächtigte Katrin Staffler zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Innovationskraft der Einrichtungen: „Wir stehen vor der Herausforderung, solche funktionierenden Ansätze flächendeckend umzusetzen. Dafür braucht es gemeinsamen Willen und konsequentes Handeln.“ Damit unterstrich sie die Bedeutung mutiger Konzepte für die Weiterentwicklung der Pflege in Deutschland. „Ich bin dankbar für den heutigen Austausch und freue mich, mit der Diakonie Michaelshoven für die bevorstehende Pflegereform in Kontakt zu bleiben", fügt sie hinzu.

Der Besuch hat deutlich gezeigt, dass die Diakonie Michaelshoven wichtige Impulse für eine moderne, lebensnahe und wirkungsorientierte Pflege setzt. Die gelingt ihr durch die Zusammenarbeit mit starken Partnern, engagierten Mitarbeitenden und klaren Zukunftsideen.

Geschäftsführer Christian Potthoff zieht folgendes Fazit: „Für einen konstruktiven Austausch stehen wir verlässlich bereit. Wenn Gespräche in Berlin gebraucht werden, sind wir selbstverständlich vor Ort und wirken an der bevorstehenden Pflegereform mit.“