Corona-Virus: Anpassung der Wohnungs- und Existenzsicherung im Oberbergischen Kreis


Corona-Virus: Anpassung der Wohnungs- und Existenzsicherung im Oberbergischen Kreis

Wie erreichen wir in diesen besonderen Zeiten Menschen, die gerade kein Einkommen haben, deren Wohnraum gefährdet ist, oder keinen Wohnraum haben? Dieser Herausforderung stellen sich aktuell die Mitarbeitenden der Wohnhilfen Oberberg. Viele Anlaufstellen mussten aufgrund der Kontaktsperre schließen, wie die Tafel, offene Treffs oder auch Essensangebote. Persönliche Beratungen können nicht bzw. finden nur sehr eingeschränkt statt. Doch genau jetzt benötigen Menschen Unterstützung in der Sicherung ihrer Existenz.

 

„Aktuell organisieren wir uns ganz neu und bauen neue Kommunikationsstrukturen auf. Besondere Ereignisse erfordern besondere Lösungen“, sagt Susanne Hahmann, Geschäftsbereichsleiterin der Wohnhilfen Oberberg. So führen die Mitarbeitenden Telefonate mit den Ordnungsämtern, Jobcentern, Kooperationspartnern und den ehrenamtlichen Mitarbeitenden, um die Notlage der Menschen in ungesicherten Wohnungen und Existenzen nicht noch weiter zu gefährden. „Wir müssen jetzt schnelle unbürokratische Lösungen finden, damit sich die Situation für Betroffene nicht weiter dramatisch entwickelt“, betont Susanne Hahmann. Es wird darüber hinaus befürchtet, dass die Zahlen von Hilfesuchenden steigen wird. „Wer jetzt seinen Job verliert und keine Absicherung hat, darf auf keinen Fall noch seine Wohnung verlieren. Räumungsklagen, Abstellen von Strom und Wasser, das darf in dieser Ausnahmesituation nicht erfolgen“, ergänzt sie.

 

Im Oberbergischen Kreis werden Infozettel mit den Kontaktmöglichkeiten verteilt. Die Kooperationspartner erhalten Informationen zur Weiterleitung. „Wir sind regelmäßig in den Notunterkünften und fahren auch durch den Sozialraum, um aktuelle Bedarfe zu erfassen und Hilfen zu organisieren“, sagt Susanne Hahmann.

„Normalerweise bitten wir Bürger*innen vor allem in den Wintermonaten um ihre Mithilfe und darum, gefährdete Personen bei uns zu melden. Aber aufgrund der aktuellen Situation brauchen wir jetzt noch stärker die Unterstützung der Bevölkerung. Seien Sie aufmerksam und rufen Sie uns an, wenn Sie gefährdete Menschen kennen oder sehen“.

 

 

Die Wohnhilfen Oberberg sind weiterhin erreichbar!

Kein Einkommen? Kein Geld? Keine Miete mehr gezahlt? Räumungsklage? Arbeit verloren? Ohne Wohnung? Krankheit? Trennung von Partner? Soziale Isolation?

 

Kreismitte: Gummersbach, Bergneustadt, Engelskirchen, Marienheide

Telefon: 02261 9690620 und 02261 969060

Kreisnord: Wipperfürth, Lindlar, Hückeswagen, Radevormwald:

Telefon: 02267 6557750

Kreissüden: Wiehl, Reichshof, Nümbrecht, Waldbröl, Morsbach

Telefon: 02291 8085-00

 

E-Mail: wohnhilfen-oberberg@diakonie-michaelshoven.de